Für Aufsteiger Marburg geht's wieder abwärts

 

- Knappe 4:5-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt -

 Im letzten Hessenliga-Spiel haben die Marburger Frauen gegen das Team aus Frankfurt noch einmal alles versucht, doch wieder einmal fehlte ihnen das letzte Quentchen Glück. Silvia Njiric gewann das Spitzeneinzel in drei Sätzen, Stanislava Hrozenska in zwei und Veneta Beusch in drei Sätzen sorgten für ein 3:3-Unentschieden nach den Einzeln. Besonders überzeugend war die Leistung von Beusch, die in einem Marathonmatch ihre Gegnerin mit ihren druckvollen Vorhandschlägen zermürbte. Von den drei Doppeln waren lediglich Hrozenska/Beusch in zwei Sätzen für Marburg erfolgreich. Einen Tag zuvor waren die Marburgerinnen beim THC Hanau mit 2:7 gescheitert.  Mit nur einem Sieg aus acht Begegnungen befindet sich der TC ein Jahr nach dem Aufstieg auf dem vorletzten Platz und wird nun vermutlich absteigen.  Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es noch: Sollte Hessenmeister TEVC Kronberg das Relegationsmatch um den Aufstieg in die Regionalliga gewinnen, würde nur der Letzte, TC Seeheim, aus der Hessenliga absteigen.

 

Die Spielerinnen des TC konnten in einigen Begegnungen sehr gut mithalten, in entscheidenden Momenten fehlte aber das nötige Durchsetzungsvermögen. So gingen zwei Matches knapp mit 4:5 verloren.  Teamchef Klaus Jäckel kündigte einen Neuanfang in der Verbandsliga an. Marburg hat ohnehin den Kader mit dem höchsten Altersdurchschnitt, sodass die Einbindung mehrerer junger Spielerinnen aus dem heimischen Raum im Vordergrund stehen wird.  „Dieser Weg ist der sinnvollste,  denn  Marburg kann nicht wie die südhessischen Vereine dauerhaft ausländische Spielerinnen  engagieren“, betonte Jäckel. Die Suche nach neuen Talenten sei im näheren Umfeld dürfte allerdings schwieriger sein als bei den Vereinen im Ballungsraum Frankfurt/Wiesbaden.

Thomas Schernbeck/ Foto: Philip von Geyr

 


Abstieg aus der Hessenliga kaum noch zu verhindern

Eileen Aranas-Roth
Eileen Aranas-Roth

 27.07.2019

- Enttäuschende 4:5-Niederlage beim THC Wiesbaden -

 „Wir haben den Sieg leichtfertig verspielt“, kommentierte der sichtlich deprimierte Teamchef Klaus Jäckel die knappe Niederlage.  Nach den ersten drei Einzeln hatten Eileen Aranas-Roth mit einer hervorragenden Leistung,  Lenka Nemeckova und Veneta Beusch den TC bereits mit 3:0 in Führung gebracht.  Die hoch gehandelte Nummer eins, Silvia Nijric, galt als sichere Bank für den wichtigen vierten Sieg im Einzel. Doch die Kroatin,  früher einmal die Nummer sechs der Jugend-Weltrangliste, blieb weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.  Sie wollte unbedingt ihr Powertennis durchziehen, ließ es aber an Präzision vermissen. Auch sagenhafte 20 Doppelfehler führten nicht dazu, ihre Spielweise ein wenig zu korrigieren. Sie verlor in zwei Sätzen mit 4:6 und 4:6. Da auch Jenny Krieb und Marleen Preisig nicht punkten konnten, endeten die Einzel mit 3:3. Aranas-Roth/Beusch sowie Krieb/Preisig  verloren ihre Doppel jeweils in zwei Sätzen, nur Njiric/Nemeckova bezwangen das Wiesbadener Duo mit 6:3 und 6:4.  So endete das Match mit 4:5 aus Marburger Sicht und mit der Erkenntnis, dass der Abstieg wohl nur noch zu vermeiden ist, wenn Bad Homburg noch zwei Mal patzt und Marburg zwei Siege einfährt.  Zwar stirbt der Optimismus zuletzt, aber die hängenden Köpfe der Marburgerinnen nach der knappen Niederlage strahlten eher Resignation aus. Bereits am Samstag (10:00 Uhr) treten die TC-Frauen beim THC Hanau an, am Sonntag folgt das letzte Spiel vor heimischer Kulisse (10:00 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt. Beide Gegner belegen derzeit Plätze im Mittelfeld der Tabelle. 

 Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr


Jetzt wird's eng für die Hessenliga-Frauen

Lenka Nemeckova
Lenka Nemeckova

 22.07.2019

- Nach zwei weiteren Niederlagen auf Abstiegsrang -
Die Frauen des Marburger TC haben den erhofften Sieg beim Tabellenvorletzten TC Bad Homburg verpasst. Ohne die Nummer eins, Silvia Njiric, hatten die Mittelhessen am Samstag auch gegen den Rivalen im Abstiegskampf leider die schlechteren Karten. Schon nach den Einzeln zeichnete sich die Niederlage ab. Eileen Aranas an Nummer eins verlor mit 3:6, 3:6. Nicht viel besser erging es Jenny Krieb,  Marleen Preisig und Merit Wilke, die sich mit Zweisatz-Niederlagen abfinden mussten. Jungtalent Wilke hatte trotz deutlicher Führung im zweiten Durchgang den Satzausgleich leider nicht mehr geschafft. Eine sichere Bank war die Älteste im Marburger Team, Lenka Nemeckova. Auch ihr drittes Einzel in dieser Saison beendete sie mit einem Erfolg nach drei Sätzen (6:1,1:6,6:2). Stanislava Hrozenska führte 3:1, als ihre Gegnerin verletzt aufgab. Das 2:4 nach den Einzeln noch in einen Sieg zu verwandeln, war trotz der Marburger Doppelstärke nicht mehr zu erwarten. Von Erfolg gekrönt war lediglich das Match von Nemeckova/Krieb. Mit 3:6 traten die enttäuschten Marburgerinnen die Heimreise an.

 

Am Sonntag erlebten die Zuschauer am Teichwiesenweg die Demonstration einer neuen Spielergeneration. Mit 8:1 setzte sich der TEVC Kronberg. durch. Athletisch, durchtrainiert und druckvoll – gegen die Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren waren die Marburgerinnen hoffnungslos unterlegen. Selbst die bislang so erfolgreiche Lenka Nemeckova musste sich diesmal im dritten Satz geschlagen geben.

 

Marburg rutschte dadurch auf den vorletzten Platz und muss in den restlichen drei Begegnungen mindestens einen, möglicherweise sogar zwei Siege einfahren, um den Abstiegsrang zu verlassen. Immerhin kann der TC in den Begegnungen vermutlich wieder Silvia Njiric, einsetzen. Bereits am heutigen Mittwoch treten die Marburger Frauen beim Wiesbadener THC an, der derzeit einen Platz im Mittelfeld belegt.

 

 Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr


Überraschungen blieben leider aus

Silvia Njiric gewann ihr erstes Spiel für TC
Silvia Njiric gewann ihr erstes Spiel für TC

 

15.07.2019

Überraschungen sind am Doppelspieltag der Hessenliga aus Marburger Sicht ausgeblieben.  Tennis 65 Eschborn war für die Marburgerinnen doch eine zu hohe Hürde.  Einen Tag zuvor holten die TC-Frauen einen wichtigen Sieg gegen TC Seeheim. Der war aber schwerer erkämpft als erwartet.

 

Mit 5:4 behielten die Marburgerinnen am Samstag im Heimspiel gegen die Seeheimer nur knapp die Oberhand.  Die erstmals für Marburg spielende Silvia Nijric aus Kroatien wurde nach leichten Startschwierigkeiten ihrer Favoritenrolle  gerecht und gewann in zwei Sätzen. Eileen Aranas und Stanislava Hrozenska sorgten für ein 3:3 in den Einzeln, nachdem Jenny Krieb, Veneta Beusch und Merit Wilke ihre Spiele verloren hatten. Die erst 16 Jahre Merit Wilke überzeugte dabei durch enormen Kampfgeist und musste sich erst im dritten Satz geschlagen geben.  Njiric/Aranas-Roth und Hrozenska/Beusch brachten den Sieg schließlich unter Dach und Fach.

 

Die Doppelstärke war es auch, die gegen den amtierenden Hessenmeister Eschborn am Sonntag am Teichwiesenweg zumindest für eine Ergebniskorrektur sorgte. Krieb/Nemeckova und Hrozenska/Beusch schlugen die starken Eschbornerinnen  und konnten dadurch das ernüchternde 1:5 nach den Einzeln schlussendlich noch auf 3:6 verkürzen.  Lediglich Lenka Nemeckova hatte ihr Einzel gewinnen können.  Marleen Preisig und Veneta Beusch konnten sich zwar im zweiten Satz steigern, verpassten aber mit jeweils 5:7 einen dritten und entscheidenden Satz nur knapp. „Für uns wird es wieder ein harter Kampf um den Klassenerhalt, zumal das Niveau in der Hessenliga im Vergleich zu den Vorjahren besser geworden ist“,  bemerkte Teamchef Klaus Jäckel.  Ohne ausländische Verstärkungen könne keine Mannschaft in der Hessenliga bestehen.  Mit 2:4 Punkten rangieren die Marburgerinnen auf Platz sechs von insgesamt neun Teams. Ein weiterer Sieg ist voraussichtlich dringend notwendig, um nicht wieder die Reise in die Verbandsliga anzutreten.

 

Thomas Schernbeck / Foto Philip von Geyr

 

 


Auftaktniederlage kam nicht überraschend

09.07.2019

 

Mit einer kaum überraschenden Niederlage kehrten die Damen des Marburger TC vom ersten Spieltag  der Hessenliga-Saison  aus Lorsch zurück.

 

Ohne ihre Nummer eins, Silvia Njiric, wurde es für die Marburgerinnen extrem schwer, gegen das leistungsstark besetzte Team von Olympia Lorsch zu bestehen.

 

Mit 3:6 gegen einen der Favoriten der Liga zogen sie sich sogar noch recht achtbar aus der Affäre. Für die Marburger Punkte sorgten die Routiniers Lenka Nemeckova und Veneta Beusch, die ihre Einzel und ihr Doppel glatt gewannen.  Beusch traf in ihrem Einzel auf die talentierte, erst 17 Jahre alte Lola Stilp,  von der man in Zukunft sicher noch viel erwarten darf. Die Cheftrainerin des TC Marburg  verstand es,  ihre junge Gegnerin mit platzierten langen Schlägen aus der Ruhe und den Sieg (6:2, 6:1) sicher nach Hause zu bringen.  Eileen Aranas-Roth an Nummer eins und Jenny Krieb an zwei hatten dagegen keinerlei Chancen in ihren Einzeln.  Marleen Preisig plagte eine starke Verletzung an der Schlaghand. Dennoch spielte sie durch, war dadurch aber hoffnungslos unterlegen, weil sie keinerlei Druck mit ihren Schlägen ausüben konnte. Dass sie überhaupt antreten musste, liegt  an dem recht kleinen Kader des TC. Während die genannten Spiele jeweils nach zwei Sätzen entschieden waren,  musste sich Merit Wilke nach sehr gutem Start erst im dritten Satz geschlagen geben.  Auch für die beiden Doppel mit Aranas-Roth/Preisig und Krieb/Wilke gab es gegen die Spielerinnen aus Lorsch nichts zu holen.  

 

„Angesichts der Umstände haben wir die Niederlage noch in Grenzen halten können. Ich hoffe nur, dass Preisig bis zum nächsten Wochenende ihre Verletzung auskurieren kann", resümiert Jäckel.

Thomas Schernbeck / Foto Philip von Geyr


Damen zurück in der Hessenliga

05.07.2019

„Jetzt sind wir wieder da, wo wir hingehören“, freut sich Teamchef Klaus Jäckel vom Aufsteiger Marburger TC auf die neue Hessenliga-Saison.

 

Nach 13 Jahren in Hessens höchster Spielklasse  mussten die TC-Frauen 2017 den bitteren Abstieg in die Verbandsliga antreten.  Doch der Ausrutscher wurde im vergangenen Jahr wieder wettgemacht. Als souveräner Tabellenführer kehrten sie in die Hessenliga zurück.

 

Gleich am ersten Spieltag am Sonntag um 10 Uhr wird den Marburgerinnen allerdings ein harter Brocken vorgesetzt. In der Begegnung bei Olympia Lorsch sind die TC-Frauen Außenseiter. Die Südhessen kommen aus der  2.Bundesliga und zählen in der Hessenliga zu den Spitzenteams.

Für die Marburger wird es in erster Linie darum gehen, die Klasse zu halten.  Gegen wen rechnet sich der TC gute Chancen aus? Richtungweisend dürften die beiden Heimspiele am 13. und 14.Juli sein. Gegner sind der TC Seeheim und Tennis 65 Eschborn.  Jäckel ist zuversichtlich, dass sein Team nicht bis zum letzten Spieltag zittern muss. Auf den vorderen Positionen sollen Silvia Njiric, Eileen Aranas und Stanislava Hrozenska für die nötigen Punkte sorgen. Aranas, die in der vergangenen Saison sechs Einzel  gewann und nur eines verlor, ist auch im Doppel ebenso wie Jenny Krieb eine sehr routinierte und erfolgreiche Akteurin.

 

Von den jüngeren Spielerinnen wird Marleen Preisig häufiger zum Einsatz kommen, die sich stark verbessert hat.  Bei den mittelhessischen Bezirksmeisterschaften ist sie im Finale nur knapp gescheitert.  Leider finden die Hessenliga-Spiele immer in den Sommerferien statt -  die hochklassigen Begegnungen am Teichwiesenweg hätten größeren Zuschauerzuspruch verdient.

Thomas Schernbeck