Hessenliga Damen

Eine Ära geht zu Ende – TC steigt aus der Hessenliga ab
 TC-Frauen verloren das entscheidende Spiel in Wiesbaden
31.07.2017

 

13 Jahre lang hielten sich die Frauen des Marburger TC in der Hessenliga. Nach sechs sieglosen Spielen steigen sie nun in die Verbandsliga ab. Großer Dank an Lenka Nemeckova (Foto), die wegen vieler Verletzter eingesprungen ist und mit fünf Siegen ihre Klasse unterstrichen hat.

 

Auch das entscheidende Spiel beim Vorletzten THC Wiesbaden am vergangenen Sonntag haben die Marburgerinnen mit 3:6 verloren. „Man hat gemerkt, dass die Anspannung insbesondere die jüngeren Spielerinnen zu stark belastet hat“, resümierte Teamchef Klaus Jäckel. Sowohl Lea Schmücker als auch Marleen Preisig wirkten nervös und spielten weit unter ihren Möglichkeiten. Schmücker unterlag gegen Lana Macukat und Preisig gegen Jessica Gesellensetter jeweils klar in zwei Sätzen. Dass Marburgs Nummer eins Kerstin Peckl gegen die sehr starke Johanna Markova keine realistische Chance haben würde, war zu erwarten. Die Tschechin, die alle ihre fünf Spiele in der Hessenliga gewonnen hatte, siegte im Schnelldurchgang mit 6:1 und 6:0.

 

Leider fand die sonst so nervenstarke Eileen Aranas gegen Theresa Piontek nicht zu ihrem Rhythmus und hatte mit 1:6 und 3:6 das Nachsehen. Überzeugend dagegen die Spielweise von Jenny Krieb und Lenka Nemeckova. Nemeckova zermürbte Julia Baumgart mit langen Bällen und der größeren Geduld. Jenny Krieb trieb die Spanierin Sabrina Mora mit Stopps und präzisen Grundlinienschlägen ständig über das ganze Feld und gewann ebenso wie Nemeckova ungefährdet in zwei Sätzen. Aber nach Abschluss der Einzel stand es bereits  4:2 für die Gastgeber. Dass Marburg nicht alle drei Doppel gewinnen würde, war den TC-Spielerinnen anzumerken. Aranas/Krieb  fuhren zwar einen Zweisatz-Erfolg ein, Nemeckova/Peckl gaben sich erst im Tie-Break des dritten Satzes geschlagen, Preisig/Maja Wurche waren aber gegen das stärkste Doppel der Gastgeber hoffnungslos unterlegen. Mit 6:3 sicherten sich die Landeshauptstädter schließlich den Klassenerhalt.

 

Jäckel räumte ein, dass die Qualität der Mannschaft in dieser Saison nicht ausreichte, um in der Hessenliga mitzuhalten. Da beide Spitzenspielerinnen kurz vor Beginn der Saison verletzungsbedingt abgesagt hatten, war klar, dass es schwer werden würde, die Klasse zu halten. Mit Marburg hat sich der letzte Verein nördlich der Rhein-Main-Region aus der Hessenliga verabschiedet. Ziel des Marburger Tennisclubs ist der Wiederaufstieg. Allerdings hängt dies auch davon ab, ob der Kern des Teams dem TC erhalten bleibt. Zudem wird auch in der Verbandsliga die ein oder andere Verstärkung nötig sein.

Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr

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Tabellenführer SC 80 Frankfurt zu stark für Marburger TC

24.07.17

Hessenliga-Damen verlieren 3:6 und bleiben Schlusslicht.

Mit der Abstiegsangst im Rücken haben die Hessenliga-Frauen des Marburger TC alles versucht, um das Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Frankfurt zu gewinnen.

 

Und zeitweise schnupperten sie am vergangenen Samstag sogar an einer Überraschung. Lenka Nemeckova holte in zwei Sätzen gegen Carolin Menzen den ersten Punkt des Tages für den TC. Auch Eileen Aranas (Foto) hatte ihre Gegnerin Martina Okalova bereits am Rand einer Niederlage. Im dritten Satz hatte sie beim Stand vom 5:4 bei eigenem Aufschlag die Chance zum Matchgewinn. Aber ausgerechnet in dieser Phase unterliefen der sonst so sicheren Spielerin drei Doppelfehler.  Okalova nutzte die plötzlich auftretende Unsicherheit der Marburgerin clever aus und entschied das Match mit 7:5 in Satz drei für sich. Auch Marleen Preisig begann hervorragend und gewann den ersten Satz gegen Jana Tesar mit 7:5.  Doch schon zu Beginn des zweiten Satzes wurde deutlich, dass sie wegen Hüftbeschwerden nicht mehr jeden Ball erlaufen konnte. 3:6 und 2:6 verlor sie die anschließenden Sätze.   Wie man eine flinke und mit guten Schlägen ausgestattete Gegnerin schlagen kann, demonstrierte Mannschaftsführerin Jenny Krieb eindrucksvoll. Mit eingestreuten hohen Bällen und Stopps brachte sie Clara Kühnle völlig aus dem Konzept und gewann mit 7:5 und 6:4.  Marburgs Nummer eins, Kerstin Peckl, war dagegen gegen die harten Vor- wie Rückhandschläge der Venezulanerin Aymet Uscategui ebenso chancenlos wie Veneta Beusch gegen Katharina Tesar. Beide konnten nach jeweils zwei Sätzen die Schläger wieder einpacken. Von den drei Doppeln gingen nur Peckl/Nemeckova nach zwei Sätzen siegreich vom Platz. Aranas/Beusch und Krieb/Maja Wurche  hatten in jeweils zwei Sätzen das Nachsehen. Mit Blick auf die letzte Begegnung war es trotz der Niederlage dennoch eine hoffnungsvolle Vorstellung.  Will Schlusslicht Marburg den Abstieg noch verhindern, muss das Team am kommenden Sonntag gegen den Vorletzten Wiesbaden deutlich gewinnen. Die Landeshauptstädter leisteten sich gegen den SC 80 Frankfurt am Sonntag eine 0:9-Niederlage. „Wenn bis dahin alle Spielerinnen wieder fit sind, können wir das schaffen“, hofft Teamchef Klaus Jäckel.
Thomas Schernbeck , Foto: Philip von Geyr

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Vierte Niederlage in Folge
18.07.2017
Nach 13 Jahren Hessenliga müssen sich die Frauen des Marburger TC langsam mit dem Gedanken vertraut machen, dass der Abstieg immer näher rückt. Vier Begegnungen, vier Niederlagen und nur noch zwei Spieltage – der Optimismus schwindet allmählich.

Am Samstag gab es eine unerwartet hohe 2:7-Niederlage bei Tennis 65 Eschborn. Ausgeglichener verlief dagegen das Heimspiel am Sonntag gegen TC Bad Homburg. Nach den Einzeln stand es 3:3, leider gingen aber zwei der drei Doppel an die Gäste aus Bad Homburg, sodass Marburg wieder einmal knapp mit 4:5 verlor.
In Eschborn war die Messe schnell gelesen.  Lenka Nemeckova an Position sechs war die einzige, die ihr Einzel sogar sehr deutlich mit 6:0 und 6:0 gewinnen konnte. Das erstmals in dieser Saison eingesetzte Nachwuchstalent Marleen Preisig bot eine kämpferisch starke Leistung und musste sich erst im dritten Satz ihrer erfahreneren Gegnerin beugen. Nach den Einzeln stand es somit 1:5 aus Marburger Sicht.  Im Doppel sorgten Kerstin Peckl und Lenka Nemeckova für den zweiten Sieg. Im Heimspiel am Sonntag zeigten die Marburgerinnen eine ansprechendere Leistung gegen den zweiten der Tabelle, Bad Homburg. Leider hat es am Ende wieder nicht gereicht.  Marburgs Nummer eins, Kerstin Peckl gewann ihr erstes Match in der laufenden Saison gegen Ruxandra Schech  in zwei Sätzen. Auch Eileen Aranas hat sich schnell von ihrer ersten Einzel-Niederlage gegen Eschborn erholt und schlug die hoch eingeschätzte Theresa Kleinsteuber in zwei Sätzen. Auch Veneta Beusch zeigte sich von ihrer besten Seite und überwand die favorisierte Michelle van Lier mit ihren langen Grundlinienschlägen in zwei Sätzen. Doch ausgerechnet an diesem Spieltag kassierte die Nummer sechs, Lenka Nemeckova, gegen die starke Martina Gledacheva ihre erste Niederlage in der laufenden Runde. Gehandikapt durch eine Verletzung war auch Lea Schmücker nicht in der Lage, Alexandra Bezmenov Paroli zu bieten. Im Doppel holten nur Beusch/Nemeckova einen Punkt für Marburg, während Peckl/Aranas sowie Jenny Krieb/Preisig keine Siegchancen hatten.
Trotz des letzten Tabellenplatzes und der Verletzungsmisere sehen sich die Marburger „nicht als hoffnungsloser Absteiger“, wie Teamchef Klaus Jäckel betont. Er verweist dabei auf zwei knappe 4:5-Niederlagen. Zwei Spiele stehen noch aus, möglicherweise würde ein Sieg am letzten Spieltag gegen den Vorletzten THC Wiesbaden zum Klassenerhalt reichen.

 

Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr

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Hessenliga-Frauen nach zwei Niederlagen im Tabellenkeller
10.07.2017

 

Was zu befürchten war, ist nach den ersten beiden Spieltagen der Hessenliga-Frauen eingetreten: Der Marburger TC muss sich nach zwei Niederlagen schon mächtig strecken, um nicht abzusteigen.

Erfreulich das Wiedersehen mit Lenka Nemeckova,

die nach Jahren der Pause einsprang, weil das Team durch Verletzungen dezimiert ist.

Am Samstag hat das ersatzgeschwächte Team nur um Haaresbreite einen Sieg beim THC Hanau verpasst. Eileen Aranas, Jenny Krieb und Lenka Nemeckova gewannen ihre Einzel, während Kerstin Peckl an Position eins sowie Lea Schmücker und Veneta Beusch jeweils in zwei Sätzen verloren. Peckl/Nemeckowa konnten das erste Doppel klar für Marburg entscheiden, während Schmücker/Krieb gegen das Hanauer Doppel ohne Chance waren. Vor dem abschließenden Doppel stand es also 4:4.
In einem hart umkämpften Marathonmatch mussten sich Aranas/Beusch nach mehr als zwei Stunden Spielzeit mit 6:4, 1:6 und 8:10 geschlagen geben.

 

Eine weitere bittere Niederlage steckten die Marburgerinnen am Sonntag auf der heimischen Anlage gegen Eintracht Frankfurt ein.  Hier zeigte sich besonders das Fehlen der beiden verletzten Marburger Spitzenspielerinnen. Vor allem Kerstin Peckl konnte einem leidtun, musste sie doch statt auf Rang drei als neue Nummer eins gegen die starke Russin Yana Sizikova antreten. Gegen die präzise und hart geschlagenen Vor- und Rückhände der Russin stand Peckl auf verlorenem Posten. 1:6 und 1:6 hieß es am Ende.
Eileen Aranas, die schon in der vergangenen Saison sieben von acht Einzeln gewonnen hatte, setzte ihre Siegesserie auch als Nummer zwei mit einem Zweisatzerfolg fort. Lea Schmücker war leider nicht in der Lage, ihr Potenzial konsequent umzusetzen. 0:6 und 2:6 musste sie sich geschlagen geben, vermutlich auch, weil sie nach einigen leichten Fehlern die nötige Konzentration verlor. Jenny Krieb und Veneta Beusch unterlagen ebenfalls in jeweils zwei Sätzen.  Bewundernswert die Leistung von Lenka Nemeckova, die wegen der personellen Notlage des TC nach mehreren Jahren Pause noch einmal in die Hessenliga zurückkehrte. Auch ihr zweites Einzel an diesem Wochenende konnte die 41-Jährige siegreich gestalten. Nach einem 2:6-Rückstand fand sie mit all ihrer Routine und großer Geduld zu ihrem Spiel und gewann schließlich mit 6:3 und 6:2.  Da Marburg auch zwei Doppel verlor und nur Aranas/Beusch punkten konnten, freuten sich die Frankfurterinnen über ihren 6:3-Sieg.

 

„Die Niederlagen kamen nicht ganz überraschend. Wir sind aber keineswegs entmutigt und werden alles versuchen, den Abstieg zu verhindern“, gibt sich Teamchef Klaus Jäckel zuversichtlich.

Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr

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Hessenliga-Frauen starten mit Rumpfteam

4.Juli 2017

 

Vor einer harten Saison steht der Marburger TC in der Frauen-Hessenliga. Der einzige Verein nördlich der Rhein-Main-Region muss auf seine beiden Spitzenspielerinnen Sofia Kvatsabaia und Silvia Njiric verzichten, weil sich beide verletzt haben.

 

„Es ist schier zum Verzweifeln“, meint Teamchef Klaus Jäckel. „Schon im letzten Jahr sind bis zu vier Spielerinnen verletzt ausgefallen und der Abstieg konnte nur mit Glück vermieden werden“.  Er weiß, dass unter den aktuellen Umständen auch die am Wochenende beginnende Saison dem Restkader alles abverlangt: “Wir kämpfen gegen den Abstieg“.

 

Aber kampferprobt ist das Team, das sich mittlerweile 13 Jahre in Hessens höchster Spielklasse behauptet. Kerstin Peckl, eigentlich an Nummer drei gesetzt, wird sich nun an Position eins bewähren müssen. Auch die langjährigen TC-Spielerinnen Eileen Aranas, Lea Schmücker und Jenny Krieb rücken auf ungewohnte vordere Ränge. Die erst 17jährige Marleen Preisig wird an Position fünf ins Geschehen eingreifen. Eine in Marburg alt bekannte und äußerst beliebte Akteurin kehrt nach vielen Jahren an den Teichwiesenweg zurück: Lenka Nemeckova. Sie war sofort bereit einzuspringen und ihren langjährigen Freundinnen zu helfen. Clubtrainerin Veneta Beusch und Maja Wurche gehören ebenfalls zum Kader.

 

Das erste Spiel am kommenden Samstag (10 Uhr) führt die Marburgerinnen zum THC Hanau, der die vergangene Saison auf Platz drei abschloss. Am Sonntag (10 Uhr) folgt dann das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Teichwiesenweg. Jäckel vermutet, dass der TC wohl eher gegen Frankfurt als gegen Hanau punkten könnte. Prognosen seien aber sehr schwierig, weil man nicht wisse, mit welchen der gemeldeten Spielerinnen die Vereine tatsächlich antreten. Aber gegen wen soll der nötige Erfolg gegen den Abstieg eingefahren werden? Geht man von den letztjährigen Ergebnissen aus, könnten der SC 80 Frankfurt und Aufsteiger THC Wiesbaden die Hauptkonkurrenten sein. Der Showdown würde dann möglicherweise am letzten Spieltag (30.Juli) in der Landeshauptstadt stattfinden.  Weil sich mit Offenbach und Hochheim zwei Vereine aus der Hessenliga abgemeldet haben, gibt es in diesem Jahr nur sieben Vereine in der Hessenliga.

Thomas Schernbeck.Foto: Philip von Geyr

 

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    Marburg bleibt auch 2017 in der Hessenliga

Große Freude am Teichwiesenweg

17.Oktober 2016

 

Nach einer unglaublichen Pechsträhne während der Saison haben die Hessenliga-Frauen des Marburger Tennisclubs letztlich doch noch Glück. Weil der Offenbacher TC in die Regionalliga aufsteigt, bleibt der Marburger TC in der Hessenliga.

 

Über die gesamte Spielzeit quälte sich das Team vom Teichwiesenweg mit bis zu sechs verletzten Spielerinnen von Match zu Match. Am Ende landete der TC auf einem Abstiegsplatz. Da aber der Offenbacher TC die Aufstiegsrunde zur Regionalliga gewann und sich die Vereinsoberen nach langer Bedenkzeit jetzt entschieden haben, auch dort anzutreten, bleibt Marburg als einziges Team nördlich der Rhein-Main-Region der Hessenliga erhalten. Absteigen wird nur SC SaFo Frankfurt. Teamchef Klaus Jäckel freut sich, dass Marburg nunmehr 13 Jahre lang ununterbrochen der Hessenliga angehört. „Ohne die vielen Verletzten wären wir niemals in diese Situation gekommen. Für die kommende Saison heißt das aber, wir müssen unseren Kader verbreitern, um nicht wieder Spiele kampflos abgeben zu müssen“.

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