Regionalliga Süd-West 2021



Männer 40 haben den Klassenerhalt geschafft

Diego Alvarez
Diego Alvarez

25.07.2021

 

Am letzten Spieltag haben sie es geschafft: Die Männer 40 konnten in ihrem ersten Jahr in der Regionalliga Südwest den Abstieg verhindern. Mit 7:2 siegten sie gegen Lohfelden.

 

Hochspannung am Teichwiesenweg: Muss Marburg oder Lohfelden die Regionalliga 40 verlassen? Zu Schlüsselspielen entwickelten sich die Begegnungen Jan Beusch gegen Alexander Brenzel und Diego Alvarez gegen den Lohfeldener Marco Schäffer.

Beusch, gehandicapt durch eine hartnäckige Nackenverspannung, gab den ersten Satz fast widerstandslos mit 1:6 ab biss sich dann aber durch und behielt bei langen Grundlinienduellen im zweiten Satz den kühleren Kopf, während sein Gegner allmählich müder wirkte. 6:2 gewann der Marburger den zweiten Durchgang, den Match-Tiebreak sicherte er sich mit 10:8. 

Sehenswerte Schläge zelebrierte Alvarez, der nach vielen Jahren erstmals wieder für den TC aufschlug. Mit seinen präzisen Rückhandvolleys und gefühlvollen Stopps düpierte er Schäffer ein ums andere Mal und gewann den ersten Satz mit 6:1.  Völlig anderes Bild im zweiten Durchgang: Schäffer packte sein Kämpferherz aus, Alvarez verlor seine Linie und musste nach dem 3:6 in den Match-Tiebreak. Hier fand der Filigrantechniker des TC wieder zu seinem Spiel und siegte mit 10:5.

Marburgs Nummer eins, Matthias Hahn, musste Krezimir Ritz mit 6:3, 4:6 und 6:10 den Vortritt lassen, Sascha Ferber unterlag Ralf Muellenbacher mit 1:6 und 2:6.  Heiko Trümner musste sich erst auf die recht unkonventionelle Spielweise des Lohfeldeners Christoph Bühren einstellen, ehe er ihn mit 7:6 und 6:3 bezwang. Mit einem beruhigendem 4:2 Vorsprung ging es in die Doppel. Hahn/Magdincev  siegten deutlich in zwei Sätzen Trümner/Ferber und Alvarez/Beusch hatten jeweils in den Match-Tiebreaks die besseren Nerven. 7:2 hieß es am Ende, doch fünf Match-Tiebreaks verdeutlichen, dass die Zuschauer einen sehr spannenden Nachmittag erlebten.

Thomas Schernbeck, Fotos: Philip von Geyr

 

In Pforzheim hingen die Trauben doch zu hoch

Marian Junglaß
Marian Junglaß

12..07..2021

 

 TC Wolfsberg Pforzheim – Marburger TC 7:2

Für das Männer40-Team des Marburger TC wird es in der Regionalliga Südwest sehr eng. Nach vier Niederlagen und nur einem Sieg liegt das Team auf einem Abstiegsplatz. Ein Sieg im letzten Heimspiel gegen den Tabellenletzten Lohfelden am 24.Juli könnte aber genügen, um die Klasse zu halten.

 
„Da war einfach nicht mehr zu holen“, bedauerte Mannschaftsführer Jan Beusch die erwartet klare Niederlage gegen den Tabellenführer, der noch keines seiner fünf Spiele verloren hat. 0:6 lautete das ernüchternde Ergebnis nach den Einzeln.

 

Matthias Hahn gegen den Australier Rameez Junaid, Heiko Trümner gegen den Tschechen Radim Zitko  und Lazar Magdincev gegen Xavier Audouy aus Frankreich hatten so gut wie keine Chancen, klare Zweisatz-Niederlagen abzuwenden. Auch Sascha Ferber musste gegen Andreas Bek recht schnell die Segel streichen. Marian Junglaß verpasste den Sieg gegen Andreas Schüller nur knapp. Nach gewonnenem ersten Satz verließ ihn das Glück im Match-Tiebreak (8:10).

Von den bedeutungslos gewordenen Doppeln sicherten sich Marburg zwei und die Gastgeber eins. Marburg muss das letzte Heimspiel am 24.Juli gegen den Tabellenletzten Lohfelden gewinnen, um dem Abstieg zu entgehen.

 

 

Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr

Erster Erfolg der Männer 40 - auf die Doppel war Verlass

Lazar Magdincev
Lazar Magdincev

04.07..2021

„Dieser Sieg war bitter nötig“,  freute sich Jan Beusch, der Mannschaftsführer der Männer 40 , über den 5:4-Sieg gegen den TC Biberach.  Nach drei Niederlagen in der Regionalliga Südwest kann sich das TC-Team nun wieder Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

 

Und wieder einmal war es die Doppelstärke der Gastgeber, die die Entscheidung brachte. 3:3 stand es nach den Einzeln, die jeweils glatt in zwei Sätzen beendet wurden.

Marburgs Nummer eins, Matthias Hahn, fand diesmal nicht seinen Rhythmus gegen Benjamin Köhler. "Mit den Tempowechseln des Biberachers kam ich nicht so gut zurecht" lautet sein Fazit. So fand die Begegnung mit 3:6 und 3:6 ein relativ schnelles Ende. 

Auch Heiko Trümner fand gegen den starken Stefan Feyen kein Rezept und verlor mit 2:6 und 2:6. Für die positiven Resultate sorgten Lazar Magdincev gegen Alexander Mirko (6:3, 7:5), Marian Junglaß gegen Stefan Weitkamp (6.3, 7:6) und Jan Beusch, der durch seine enorme Laufbereitschaft Marcus Selg relativ schnell mit 6:1 und 6:4 den Zahn zog. Im letzten Einzel unterlag Sascha Ferber Gerd Bosch mit 6:7 und 4:6. 

 

Die Paarungen Hahn/Magdincev sowie Beusch/Junglaß ebneten mit ihren ungefährdeten Zweisatzerfolgen den Weg zum Gesamtsieg.  Das Doppel Trümner/Ferber unterlag knapp im Match-Tiebreak. "Das treue Publikum, das uns schon seit vielen Jahren unterstützt, hat uns auch heute wieder gerade in brenzligen Situationen den Rücken gestärkt",  betonte Marian Junglaß.

Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr

 

Männer 40 des Marburger TC unterlagen gegen ehemalige ATP-Profis

Mannschaftskapitän Jan Beusch
Mannschaftskapitän Jan Beusch

20.06.2021

Gegen ein Team mit früheren Weltklasse-Akteuren haben sich die Spieler des Marburger TC achtbar geschlagen. 2:7 stand es am Ende gegen den hohen Favoriten der Regionalliga Süd-West, TC BW Bohlsbach, der zum dritten Mal die Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse anstrebt.

 

Marburgs Lazar Magdincev scheiterte nach einem vor allem im zweiten Satz intensiven Kampf an der ehemaligen Nummer 5 der Weltrangliste (2002), Jiri Novac, mit 2:6 und 5:7. Heiko Trümner hatte keine Chance gegen den ehemaligen Top-Spieler Alexander Waske. Früher ein exzellenter Akteur im Doppel wie im Einzel, zeigte er auch jenseits des 40.Lebensjahres, dass er mit seinem druckvollen Spiel und den hervorragenden Reaktionen nur schwer zu schlagen ist. Mit 6:1 und 6:1 beendete er die einseitige Begegnung. Einen großen Achtungserfolg konnte Mannschaftskapitän Jan Beusch verbuchen. Gegen Martin Sinner, ehemals Nummer 42 der Weltrangliste, setzte sich der Marburger mit 7:6 und 7:6 durch. Großer Kampfgeist und die äußeren Bedingungen waren mit ausschlaggebend für den Sieg. „Ich mag’s halt warm“, meinte Beusch. Bei Temperaturen um 38 Grad Celsius gelang es ihm, den Routinier mehr zum Laufen zu bringen als ihm lieb war.

 

Marburgs Spitzenspieler Matthias Hahn bot wie schon gegen Bad Ems eine hervorragende Performance mit fast dem gleichen Verlauf. Im ersten Satz gegen Jakub Herm-Zahlava bekam er kaum einen Stich und unterlag mit 1:6. Im zweiten Satz konnte er sich wieder auf seine gut platzierten Vorhandschläge verlassen und gewann ihn mit 6:3. Aber auch diesmal scheiterte Hahn im Match-Tiebreak. Mit seiner ganzen Routine sicherte sich der Bohlsbacher im Tiebreak mit 10:6 das Match.

 

Auch für die Marburger Fünf und Sechs, Pavle Zarkov und Marian Junglaß, hingen die Trauben zu hoch. Sie verloren jeweils in zwei Sätzen. Die bedeutungslos gewordenen Doppel entschied der Gastgeber mit 2:1 für sich. „Unsere Gegner waren früher Profis auf der ATP-Tour und leben noch heute als Trainer vom Tennissport. Dass wir deshalb in der Außenseiterrolle blieben, war von vornherein klar”, so das Fazit von Jan Beusch.

 

 

Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr

 

Herren40 - eine Niederlage, die zu verschmerzen ist

Heiko Trümner
Heiko Trümner

 

14.06.2021

 

Mit 2:7 verloren die Marburger ihr Heimspiel in der Regionalliga Südwest gegen den TC BW Bad Ems

 

 

„Verloren, aber dennoch Spaß gehabt“, so fasst Matthias Hahn den ersten Auftritt des Marburger TC in der höchsten deutschen Spielklasse für die Männer Ü40 zusammen.

 

Die Marburger Nummer eins sowie Heiko Trümner auf Position zwei hatten es mit ehemaligen Weltklassespielern zu tun. Hahn lieferte sich gegen den Tschechen Frantisek Cermák ein hochklassiges Match, das der frühere Grand-Slam Sieger bei den French Open im Mixed 2013 erst im Tie-Break für sich entscheiden konnte. Satz eins ging mit 6:2 an Cermák, weil Hahn doch deutlich mehr Fehler produzierte. „Ich musste erstmal meinen Respekt vor ihm ablegen, immerhin hatte er bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Herren-Doppel jeweils das Achtelfinale erreicht“.  Den zweiten Satz dominierte dann Hahn mit seinen druckvolleren Schlägen. Nach dem 6:0 keimte die Hoffnung auf, den Gast auch im Match-Tiebreak zu bezwingen. Doch der Tscheche agierte wieder hoch konzentriert und setzte sich schließlich mit 11:9 durch.

Matthias Hahn
Matthias Hahn

Enorm schwer war auch die Aufgabe für Heiko Trümner. Ihm stand mit Leos Friedl ein Spieler gegenüber, dessen ATP-Karriere 16 Titel im Herren-Doppel und ein Wimbledon-Sieg im Mixed (2001) ziert. Mit seinen sehenswerten präzisen Schlägen verblüffte er Trümner ebenso wie die Zuschauer ein ums andere Mal. 1:6 und 2:6 hieß es am Ende. Nicht viel besser erging es Jan Beusch, der gegen die gezielten Schläge von Thassilo Haun kein Mittel fand und schließlich mit 2:6 und 1:6 das Nachsehen hatte.
Auch Marian Junglaß musste sich nach einer anfänglich ausgeglichenen Begegnung dem druckvollen Spiel von Timo Kathke mit 4:6, 1:6 beugen. Etwas enttäuschend verlief der Auftritt von Lazar Magdincev. Der normalerweise sichere Punktelieferant war gesundheitlich angeschlagen und verlor trotz großen Kampfes im Match-Tiebreak gegen Lars Wellmann mit 5:10.  Eine Energieleistung lieferte auch Sascha Ferber. Obwohl er im Match-Tiebreak gegen Johannes Korneli bereits mit 2:6 zurück lag, setzte er sich nicht zuletzt dank seiner starken Aufschläge mit 10:7 durch.

 

Von den bedeutungslos gewordenen Doppeln gingen zwei an Bad Ems und eines an Marburg. Insgesamt schlugen sich die Marburger gegen diesen starken Gegner sehr achtbar, wenn man berücksichtigt, dass drei Einzel erst im Tiebreak entschieden wurden.   

 

 

 

 

 

 

Thomas Schernbeck, Fotos: Philip von Geyr

Saisonauftakt Tennis-Regionalliga -  TC-Herren 40:  „Wir altern gemeinsam“

Jan Beusch (links), Matthias Hahn
Jan Beusch (links), Matthias Hahn

05.06.2021

 

Schon als Jungs in der U14 spielten sie zusammen und jetzt, 30 Jahre später,  tritt nahezu dieselbe Mannschaft in der Regionalliga 40 an. Auftakt ist am kommenden Samstag (12.6., 13 Uhr)  am Teichwiesenweg gegen den TC Bad Ems.

 

 

Viele sportliche Erfolge und diverse Aufstiege in die Hessenliga und die Regionalliga haben sie gemeinsam gefeiert.  Matthias Hahn, Jan Beusch, Heiko Trümner, Marian Junglaß und Sascha Ferber haben über ihren Sport eine intensive Freundschaft entwickelt, die weit über das Tennis hinausgeht.
 „Wir spielen gemeinsam, wir altern gemeinsam, wir feiern gemeinsam. Kein Grillfest ohne meine Freunde“, umschreibt Mannschaftskapitän Beusch diese fast einzigartige Gemeinschaft. Matthias Hahn nimmt sogar regelmäßig die Anfahrt aus München zu den Spielen – und den anschließenden Feiern - in Kauf. Einzige Verstärkung der Marburger Eigengewächse ist Lazar Magdincev, der aber auch schon seit 20 Jahren regelmäßig für den TC anritt.

 

Nun spielen sie das erste Mal in der Liga der über 40-Jährigen.  Die langen Fahrten, das Essen und die Hotelunterkünfte finanzieren sie alle selbst. Was reizt sie an diesem doch aufwändigen Sport? „Ganz einfach: Wir sind ehrgeizig und haben nicht das Gefühl, sportlich zu stagnieren. Ich glaube, mit meinem heutigen Leistungsvermögen würde ich den 20 Jahre jüngeren Hahn noch besiegen“, mutmaßt Matthias Hahn, die Nummer eins des TC.  2018 war Hahn Europameister in der Altersklasse Herren 40. 2019 spielte er bei der 40-er-Team-Weltmeisterschaft in den USA für Deutschland.

 

Hochklassiges Tennis wird also weiter auf der Anlage des Marburger TC geboten.  Der erste Gast, Bad Ems, bietet das genaue Gegenkonzept zu den Marburgern. Die ersten neun Positionen sind ausschließlich mit Akteuren aus Frankreich, Italien, Tschechei und Belgien besetzt.
Überhaupt finden sich in der Meldeliste der gegnerischen Mannschaften viele illustre Namen wie Alex Waske, David Prinosil und Ivo Karlovic (alle TC BW Bohlsbach). Man darf gespannt sein, wie sich das TC-Team in dieser Liga schlagen wird. Prognosen sind schwierig, weil man auch nicht weiß, mit welchen der gemeldeten Spieler die Konkurrenz antritt. In dieser Hinsicht hat man bei den Marburgern mehr Klarheit.

Thomas Schernbeck