Mission Wiederaufstieg erfolgreich abgeschlossen

oben von links: Leandra Schierl, Helena Kuppig, Jenny Krieb, Lenka Nemeckova, Stanislava Hrozenska. unten: Eileen Aranas-Roth, Merit Wilke, Veneta Beusch, Clara Kühn (Foto: Philip von Geyr)
oben von links: Leandra Schierl, Helena Kuppig, Jenny Krieb, Lenka Nemeckova, Stanislava Hrozenska. unten: Eileen Aranas-Roth, Merit Wilke, Veneta Beusch, Clara Kühn (Foto: Philip von Geyr)

14.09.2020

Die Frauen des Marburger TC sind zurück in der Hessenliga. Das entscheidende Spiel gegen den punktgleichen RW Gießen konnten die TC-Frauen nach den Doppeln klar für sich entscheiden.

 

„Es war ein hartes Match, aber wir haben uns gegen einen sehr guten Gegner letztlich verdient durchgesetzt. Die Unterstützung der 120 Zuschauer hat uns in den entscheidenden Phasen sicher geholfen“, betont TC-Spielerin Veneta Beusch. Bis zum letzten Einzel blieb es spannend am Teichwiesenweg. Zum Auftakt konnte sich Clara Kühn noch relativ souverän gegen die Gießenerin Alena Sättler mit 6:2 und 6:1 durchsetzen. Weitaus schwieriger wurde die Aufgabe für Veneta Beusch, die sich trotz großen Kampfgeistes in einem technisch anspruchsvollen Match letztlich mit 1:6 und 3:6 geschlagen geben musste.  Eileen Aranas-Roth, seit Wochen in bestechender Form, zermürbte Anna Sidorenko mit ihren langen  Schlägen vor die Grundlinie und anschließenden Stopps. 6:2 und 6:1 hieß es am Ende für die Marburgerin. Es war ihr sechster Einzelsieg in der laufenden Runde. Helene Kuppig konnte gegen die Gießenerin Anna Spengler leider nicht an ihre guten Spiele zuvor anknüpfen. Bei den vielen, von beiden Seiten mit viel Power geschlagenen Grundlinienduellen streute die Marburgerin mehr Fehler als ihre Gegnerin ein. Mit dem 6:3 und 6:4-Sieg glich Gießen zum 2:2 aus.

 

Im Schnelldurchgang brachte die „dienstälteste“ Marburgerin, Lenka Nemeckova, die Gastgeber wieder in Führung. Gegen die 16-jährige Aaliya Nies gewann sie 6:0 und 6:0. Nemeckova hält inzwischen einen einsamen Rekord: In fünf Ligen von der Verbandsliga bis in die erste Bundesliga stand sie für den TC schon auf dem Platz.  Das Spitzeneinzel zwischen TC-Akteurin Stanislava Hrozenska und Nikol Mircheva musste die Vorentscheidung bringen, ob die Gastgeber mit einem komfortablen 4:2-Vorsprung in die Doppel gehen oder mit einem Unentschieden.  Die große Match-Erfahrung half Hrozenska auch in schwierigsten Phasen, gegen die zeitweise hervorragend aufspielende 16-Jährige  Micheva zu bestehen. Mit ihren variabel gestreuten Schlägen zwang sie die Gießenerin immer wieder in die Defensive. 7:6 und 6:3 lautete das Ergebnis aus Marburger Sicht.

 

Aufgrund des für den TC beruhigenden Zweipunkte-Vorsprungs und der bekannten Doppel-Stärke der Marburgerinnen schienen die Gästen ein wenig zu resignieren. Mühelos in jeweils zwei Sätzen   schraubten Hrozenska/Nemeckova, Aranas-Roth/Jennifer Krieb und Kuppig/Beusch das Gesamtergebnis auf 7:2. Mit Marburg zieht nun wieder der einzige Verein nördlich des Rhein-Main-Gebietes in die Hessenliga ein.

Thomas Schernbeck/ Fotos: Philip von Geyr

 


Vor dem letzten Spieltag in Führung

Clara Kühn
Clara Kühn

07.09.2020

TK Langen – Marburger TC 1:8
Auch im fünften Spiel konnten die Marburger Frauen ihre Siegesserie fortsetzen. Gastgeber TK Langen lag schon nach den Einzeln hoffnungslos zurück. In bestechender Form präsentierte sich die Nummer eins, Eileen Aranas-Roth, die Lisa Becker im Eiltempo mit 6:0 und 6:0 in die Schranken wies. Für die Marburgerin war es der fünfte Einzelsieg in Folge. Helena Kuppig hatte nur im ersten Satz ein wenig Mühe, ehe sie sich mit ihren druckvollen Schlägen mit 7:5 und 6:2 durchsetzen konnte. Auch Clara Kühn, Lenka Nemeckova und Jenny Krieb kamen zu mühelosen Zweisatz-Erfolgen. Der 13-jährigen Leandra Schierl stand mit Sofie Hoferer eine starke Gegnerin gegenüber, die geduldiger auf ihre Chance wartete und die Marburgerin mit zweimal 6:4 bezwang. Mit dem 5:1-Vorsprung nach den Einzeln im Rücken, konnten es sich die Marburgerinnen leisten, im Doppel mit neuen Konstellationen anzutreten. Und das Experiment glückte: Sowohl Kuppig/Nemeckova als auch Aranas-Roth/Schierl und Kühn/Wilke brachten ihre Spiele ohne Probleme in jeweils zwei Sätzen durch.

Thomas Schernbeck/ Foto: Philip von Geyr

 


Frauen weiter auf  Aufstiegskurs

Helena Kuppig
Helena Kuppig

24.08.2020

 

Marburger TC – TV Buchschlag 8:1

Ihren vierten Sieg in Folge fuhren die Marburgerinnen gegen Buchschlag ein. Stanislava Hrozenska an Nummer eins ließ Ekaterina Alekseeva mit 6:1 und 6:1 nicht den Hauch einer Chance. In gewohnt souveräner Manier sicherte sich die Nummer zwei, Eileen Aranas-Roth, gegen Svea Voigt mit 6:3 und 6:3 ihren vierten Einzelsieg. Auch Helena Kuppig gegen Laura Volk (6:1, 6:0) und Clara Kühn gegen Sarah Bröscher (6:0, 6:0) kamen kaum ins Schwitzen. Veneta Beusch hatte dagegen mehr zu kämpfen und siegte gegen Dora Janikovszky schließlich im Match-Tiebreak mit 7:6, 3:6, 10:6. Youngster Merit Wilke musste sich der erfahreneren Julie Lord mit 1:6 und 1:6 beugen. Mit jeweils Zweisatz-Erfolgen stellten Hrozenka/Kuppig, Aranas-Roth/Wilke und Kühn/Beusch den hohen Sieg sicher.

Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr


Auch Palmengarten kann TC-Frauen nicht stoppen

18.08.2020
FTC Palmengarten – Marburger TC 2:7

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde das Team um Teamchef Jan Beusch. Bereits nach den Einzeln stand es 5:1.
Hier zeigte sich Helena Kuppig auf Position 2 sehr nervenstark. Im ersten Satz führte sie bereits 4:1, ließ dann aber einige Punkte liegen und musste das Break zum 4:3 hinnehmen. Anschließend fand sie jedoch zu ihrem variantenreichen Spiel zurück und holte einen Matchpunkt mit 6:3/6:0 für ihr Team.

 

Lenka Nemeckova präsentierte sich in ihrem ersten Spiel dieser Saison in hervorragender Form und lies ihrer Gegenspielerin wenig Chancen. Am Ende stand ein deutliches 6:0/6:0.

 

Leandra Schierl bestritt als Newcomerin aus dem Jugendbereich ihr erstes Spiel in der Verbandsliga. Sie zeigte gute  Grundlinien-Duelle und bewies sehr viel Geduld in langen Ballwechseln. Damit zwang sie ihre Gegnerin immer wieder zu Fehlern und konnte ihr Match letztlich klar mit 6:1/6:0 für sich entscheiden.

 

Der zweite Youngster des Teams hatte dagegen etwas Pech in ihrem Spiel. Merit Wilke musste sich mit 4:6/2:6 geschlagen geben. Spielertrainerin Veneta Beusch kommentierte anschließend: "Es war ein sehr knappes Spiel, Merit hat sehr gut gekontert,  die Frankfurterin hatte aber bei einigen Bällen etwas mehr Glück." 

 

Deutlich knapper ging es auf Nummer 3 beim Match von Clara Kühn zu. Clara kämpfte um jeden Punkt.  "Ab dem 5:5 im ersten Satz, war Sie extrem fokussiert, spielte Punkt um Punkt und kam so immer besser in ihr Spiel," so Spielerin Jenny Krieb.
Am Ende konnte sie dadurch einen weiteren wichtigen Punkt für ihr Team mit einem 7:5/6:3 holen. 

 

Die Nummer 1 des Teams, E. Aranas-Roth, zeigte sich in gewohnt guter Spiellaune. Sie bot ein sehr abwechslungsreiches Match mit vielen Stopps und einer variablen Rückhand. Sie setzte sich mit einem 6:2/6:2 durch.

 

In den Doppeln konnten die beiden Youngster auf sehr erfahrene Spielpartnerinnen setzen: Leandra Schierl und Lenka Nemeckova kamen im Doppel 3 zum Einsatz. Merit Wilke und Helena Kuppig im Doppel 2. Im Doppel 1 spielten E. Aranas-Roth und Clara Kühn. Doppel 2 und Doppel 3 punkteten für ihr Team mit 6:2/6:2 und 6:1/6:2. Merit Wilke fand im Doppel 2 zu ihrer gewohnten Spielstärke und konnte mit ihrer Partnerin überzeugen. Lediglich Doppel 1 musste sich mit einem 6:4/6:4 geschlagen geben. Am Ende stand jedoch ein verdienter 7:2-Erfolg.

Text: Martina Hütten/Jan Eiler, Foto: Philip von Geyr


oben von links: Jenny Krieb, Helena Kuppig, Stanislava Hrozenska unten: Veneta Beusch, Eileen Aranas-Roth, Clara Kühn
oben von links: Jenny Krieb, Helena Kuppig, Stanislava Hrozenska unten: Veneta Beusch, Eileen Aranas-Roth, Clara Kühn

29.06.2020

Marburger TC – TC Bierstadt 7:2
Formstark präsentierten sich die Frauen des Marburger TC in ihrer zweiten Partie. Eine hochklassiges Match lieferten sich die an Nummer eins gesetzten Stanislava Hrozenska (Marburg) und Andiyo Inwang. Beide Spielerinnen suchten vor allem mit aggressiven Vorhandschlägen die Offensive, wobei Hrozenska variabler agierte und ihre Gegnerin mit Stopps zermürbte. 6:2 und 6:3 hieß es am Ende für die Marburgerin. Eileen Aranas-Roth ließ der Bierstädterin Patricia Mikusova bei ihrem 6:0 und 6:2-Sieg keine Chance. Gewohnt sicher streute sie immer wieder Stopps oder Passierbälle ein, nachdem sie mit langen Bällen die Gegnerin weit aus dem Feld getrieben hatte. Helena Kuppig konnte diesmal ihre Stärken eindrucksvoll in Szene setzen. Ihren druckvollen Schlägen konnte die Bierstädterin Joelle Weigl wenig entgegensetzen. 6:1 und 6:2 hieß es am Ende. Wenig Mühe hatte auch Veneta Beusch beim 6:3 und 6:1-Sieg gegen Jill Burkardsmaier. Auch bei längeren Ballwechseln zeigte sie mehr Geduld und zwang ihre Gegnerin zu mehr Fehlern. Jenny Krieb gab sich erst nach großem Kampf gegen Amelie Meyers im Match-Tiebreak des dritten Satzes geschlagen. Nicht ganz an ihre Leistung beim ersten Einsatz für den TC Marburg konnte Clara Kühn anknüpfen. Sie verlor gegen Vanessa Böttger mit 6:7 und 4:6. Verlass war einmal mehr auf die Marburger Doppel, eine fast schon traditionelle Stärke der Marburgerinnen. Kuppig/Kühn, Aranas-Roth/Krieb und Hrozenska/Beusch fuhren jeweils klare Zweisatz-Siege ein. Auf Platz eins geht der Marburger TC nun in die Sommerpause.

 Thomas Schernbeck


TC-Frauen kommen am ersten Spieltag gut aus den Startlöchern

Clara Kühn
Clara Kühn

22.06.2020

 

Mit dem Lokalderby TV Marburg gegen Marburger TC ist der erste Spieltag der Verbandsliga Frauen  eröffnet worden. Die Gäste setzten sich am Ende mit  8:1 durch.

 

Beiden Teams war die lange Zeit ohne Punktspiele anzumerken. Es fehlte hier und da noch der Spielrhythmus, die TC-Frauen kamen aber aufgrund ihrer Routine etwas besser aus den Startlöchern.

 

In der Spitzenpartie ließ Eileen Aranas mit ihrem variablen Spiel Linda Betzler keine Chance, 6:1 und 6:1 endete die Partie.  Einen verdienten Sieg fuhr Stine Daude (TV) an Position zwei gegen die TC-Neuerwerbung Helena Kuppig (TC) ein. Zwar beeindruckte Kuppig durch druckvolle Schläge. Aber entweder landeten ihre Bälle zu oft im Aus oder Daude konterte ihre Gegnerin mit klugen Passierschlägen aus. Im Match-Tiebreak setzte sich die nervenstarke Daude letztlich mit 10:8 durch.

Helena Kuppig
Helena Kuppig

Dies blieb allerdings der einzige Punkt für die TV-Spielerinnen. Clara Kühn, die von SaFo Frankfurt zum Marburger TC wechselte, feierte ihren Einstand mit einem 6:0, 6:1-Sieg gegen Svenja Steinfort. Jenny Krieb (6:0, 6:0) gegen Katharina Rauhut, Veneta Beusch (6:0, 6:1) gegen Sophia Justus und Merit Wilke (6:0, 6:0) gegen Marcella Eierdanz fuhren die weiteren Punkte für den Favoriten ein.
Auch die drei Doppel gingen mit jeweils Zwei-Satz-Siegen an die Gäste. Der Marburger TC untermauerte mit dem Erfolg seine Ambitionen auf eine schnelle Rückkehr in die Hessenliga. Am kommenden Sonntag (9:00 Uhr) erwartet der TC zum ersten Heimspiel den TC Bierstadt, der seine Auftaktbegegnung gegen FTC Palmengarten mit 6:3 gewann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Schernbeck/ Bilder: Philip von Geyr


Helena Kuppig - ein weiteres neues Gesicht im Damen-Team

Das Studium führte sie nach Marburg, ihre Tennis-Leidenschaft zum TC. Helena Kuppig ist ein weiterer Neuzugang, der das Verbandsliga-Team verstärken soll.

 

Die 22-jährige Saarbrückerin spielte bisher für den HTC Bad Neuenahr in der Gruppenliga, vergleichbar mit unserer Hessenliga.  Dorthin will sie mit dem Marburger TC zurückkehren. Zwar kann sie die Konkurrenten in der Verbandsliga noch nicht einschätzen, doch nach den ersten Trainingseinheiten mit ihren Mannschaftskolleginnen ist die Medizinstudentin optimistisch, das Ziel erreichen zu können.  Sie selbst bezeichnet sich als eher aggressive Spielerin, die im Vorwärtsgang die Entscheidung sucht. „Meine Stärke ist wohl eher die Rückhand, Slice und Stopps gehören nicht zu meinem Standard-Repertoire.“

 

Viel dazu gelernt hat sie während ihres College-Aufenthalts in den USA. „Mental bin ich seitdem gefestigter. Ich habe gelernt, meine Emotionen vor der Gegnerin zu verbergen. Sie soll mir nicht anmerken, ob ich mich ärgere oder nicht“. Genau diese Eigenschaft bewundert Helena Kuppig bei ihrem Vorbild Roger Federer. Seine „Coolness und sein variantenreiches und elegantes Spiel“ findet sie sehr beeindruckend.

 

Seit Oktober des vergangenen Jahres studiert sie auf den Lahnbergen. Und was wir Marburger besonders gern hören: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Es ist eine super-schöne Stadt. Ich bin echt froh, dass ich hier gelandet bin. Vorher war mir Marburg gar nicht so bekannt. Auch das nette Ambiente rund um die Tennisplätze hat mich angenehm überrascht.“  

 

Am Sonntag, 21.Juni wird es dann ernst. Gleich zum Auftakt kommt es zum Lokalderby in der Landesliga.  Die TC-Damen gastieren ab 9:00 Uhr beim benachbarten TV.
Thomas Schernbeck

 


Von SaFo Frankfurt zum Marburger TC

 

 13.03.2020

Ein weiteres neues Gesicht hat der Marburger TC für die Verbandsligamannschaft gewonnen. Nach fünf Jahren bei SaFo Frankfurt schließt sich Clara Kühn den Marburgern an.Den Kontakt zum TC hatte schon vor mehr als einem Jahr die langjährige TC-Spielerin Lea Schmücker hergestellt. In loser Reihenfolge stellen wir hier die neue Verbandsliga-Mannschaft der Damen vor.

 

Schon damals habe sie mit dem Wechsel geliebäugelt, erzählt die 22-Jährige.  Nun aber, da sie in Siegen Betriebswirtschaft studiert, ist der Weg nach Marburg  naheliegender.

 

Teamchef Jan Beusch setzt mit der Verpflichtung von Clara Kühn  die  allmähliche Verjüngung der Mannschaft fort. Zuvor hatte sich bereits die 18jährige Stephanie Bertschmann dem TC angeschlossen. Spielerisch erhoffen sich die Marburger mehr Stabilität in allen Mannschaftsteilen.  Kühn wäre vor allem eine Verstärkung für die Positionen drei bis sechs. Genügend Erfahrung hat sie.  Mit SaFo Frankfurt spielte sie in der Regionalliga. Zuvor war sie mit Lorsch von der zweiten Liga in die Bundesliga aufgestiegen.  Die oberste Liga war aber für die  Spielerin doch eine Nummer zu groß, wie sie freimütig einräumt. „Mit einer Körpergröße von 1,64 Metern hat man nicht gerade das Gardemaß für eine Top-Spielerin“. Also wechselte sie zu SaFo Frankfurt. Große Erfolge konnte sie schon in der Jugend verbuchen. Als 16- und als 18-Jährige war sie Hessenmeisterin.

 

Durch das Studium hat sie nicht mehr ganz so viel Zeit für Tennis. Trainieren wird sie weiter in Siegen und nur zu den Spielen anreisen.  Wie würde sie sich selbst einschätzen? „Ich bin eher der Kämpfertyp.  Auch wenn’s aussichtslos scheint, ich würde niemals aufgeben. Eine Stärke ist meine Rückhand und - obwohl ich relativ klein bin - auch der Aufschlag, den ich sehr gut platzieren kann. Ich bin aber leider nicht ganz so schnell, daher lasse ich, wenn möglich, die Gegnerinnen gern laufen“.
Klingt gut - Marburg kann sich also auf eine junge Spielerin freuen, die nicht so schnell die Flinte ins Korn wirft und bis zum letzten Ballwechsel ihre Chance sucht.   

Thomas Schernbeck  


Eileen Aranas-Roth – die Seele des Damen-Teams

 02.03.2020
Seit über 20 Jahren spielt sie für den TC. Schon im Alter von 12 Jahre schwang sie den Schläger am Teichwiesenweg. Mit 14 Jahren gehörte sie zur Damen-Mannschaft, die den Aufstieg in die 1.Bundesliga schaffte.  Die 34jährige Eileen Aranas-Roth kann man ohne Übertreibung als die Seele des Damen-Teams bezeichnen.

 

Ursprünglich stammt sie aus Herbornseelbach, seit vielen Jahren wohnt sie in der Nähe von Limburg. Sie könnte auch mühelos Mannschaften verstärken, die sie bequemer von ihrem Wohnort aus erreichen kann.  Vor vielen Jahren spielte sie auch kurz für Palmengarten und Bad Homburg. Doch die Verbindung zu Marburg riss nie ab und sie kehrte rasch wieder zurück. „Wir sind wie eine kleine Familie. Die Mannschaft ist eingespielt und passt auch gut zusammen“, erklärt sie.

 

Als relativ kleine Spielerin kann sie ihre Gegnerinnen nicht unbedingt durch ihre Aufschläge und pfeilschnelle Vorhandschläge beeindrucken. Stattdessen hat sie sich einen sehr variantenreichen Stil angewöhnt. Stops, lange Slice-Bälle und eine sehr gute Kondition sind Hauptmerkmale ihres Spiels. „Fast alle Spielerinnen in der Hessenliga und in der Verbandsliga können draufhauen und schnell spielen. Aber mal variabel spielen, dem Ball einen ganz anderen Drall geben oder einen Slice einstreuen, das machen nur wenige“.

 

Und sie freut sich, dass sie mit 34 Jahren in vielen Belangen mit den Jüngeren sehr gut mithalten kann. „Meine Gegnerinnen sind zum Teil 15 Jahre jünger. Die Erfahrung spielt aber auch eine große Rolle“, so Aranas-Roth.

 

Wer sich mit ihr unterhält, ist von ihrer freundlichen und offenen Art ebenso beeindruckt wie von ihrer Bescheidenheit. Gefragt nach ihren größten sportlichen Erfolgen muss sie lange überlegen, ja sogar daran erinnert werden. Sie war Deutsche U14-Meisterin, gehörte damals zur Nationalmannschaft und trat auch bei der Europameisterschaft an. Bei den Damen 30 wurde sie Hessenmeisterin 2017 und 2018.  Im selben Jahr belegte sie den dritten Rang bei den Deutschen Meisterschaften der Damen 30.  2019 hatte sie einen wichtigeren Grund, an den Meisterschaften nicht teilzunehmen – ihre Hochzeit.  

 

Wie schätzt sie aktuell die Chancen des Damen-Teams in der Verbandsliga ein? „Ich rechne schon damit, dass wir aufsteigen“.  Allerdings kann sie die neu hinzugekommenen Spielerinnen noch nicht einschätzen. Sollte der Aufstieg klappen, sieht sie für sich die besseren Siegchancen an Position drei oder vier. Die beiden ersten Positionen würde sie lieber etwas jüngeren Talenten überlassen.

 Thomas Schernbeck 

 


Merit Wilke auf dem Weg zur Stammspielerin

 23.01.2020

Die Damen des Marburger TC streben den Wiederaufstieg in die Hessenliga an. In loser Folge stellen wir hier einige Spielerinnen der neu zusammengesetzten Mannschaft vor – nach Stephanie Bertschmann nun Merit Wilke.

 

Schon als 16jährige wurde sie im vergangenen Jahr in der Hessenliga-Mannschaft oft eingesetzt.  Nach ihren souveränen Auftritten in der U18 und im Bezirksoberliga-Team des TC hatte sie sich für höhere Aufgaben empfohlen. Für sie war das vergangene Jahr eine wichtige Lernphase, konnte sie sich doch trotz mehrerer Niederlagen beachtlich steigern und ihren erfahreneren Gegnerinnen umkämpfte Matches liefern.

 

In der Verbandsliga wird sie voraussichtlich an Position sechs spielen. Als eine ihrer Stärken bezeichnet sie ihre Vorhand – „aber an den Volleys muss ich noch arbeiten“.  Am liebsten agiert sie defensiv von der Grundlinie aus.  An Ehrgeiz mangelt es der 17-Jährigen nicht. Trainer Jan Beusch lobt ihren Trainingsfleiß und ihr Kämpferherz: „Merit hat sehr schnell dazugelernt und an Sicherheit gewonnen. Wer sie in der Verbandsliga schlagen will, muss sich schon mächtig ins Zeug legen“. Lediglich einen einzigen tennisfreien Tag gönnt sie sich pro Woche. „Es ist für mich keine Quälerei, sondern einfach nur Spaß“, versichert sie. Auch ihre Freizeit verbringt sie gerne im Club, weil sich in den Trainingsgruppen von Veneta und Jan Beusch auch viele Freundschaften entwickelt haben.

 

Die Damen-Mannschaft strebt nach dem Abstieg in die Verbandsliga den sofortigen Wiederaufstieg in die Hessenliga an.  Auch Merit Wilke hat natürlich den Aufstieg als Ziel vor Augen. Safo Frankfurt hält sie für den schwersten Gegner. „Sie haben einige Spielerinnen, die schon höherklassig Erfahrung gesammelt haben“. Leicht dürfte es also nicht werden, am Ende auf Platz eins zu stehen.

Thomas Schernbeck