Souveräner Sieg auch im zweiten Spiel

oben von links: Jenny Krieb, Helena Kuppig, Stanislava Hrozenska unten: Veneta Beusch, Eileen Aranas-Roth, Clara Kühn
oben von links: Jenny Krieb, Helena Kuppig, Stanislava Hrozenska unten: Veneta Beusch, Eileen Aranas-Roth, Clara Kühn

29.06.2020

Marburger TC – TC Bierstadt 7:2
Formstark präsentierten sich die Frauen des Marburger TC in ihrer zweiten Partie. Eine hochklassiges Match lieferten sich die an Nummer eins gesetzten Stanislava Hrozenska (Marburg) und Andiyo Inwang. Beide Spielerinnen suchten vor allem mit aggressiven Vorhandschlägen die Offensive, wobei Hrozenska variabler agierte und ihre Gegnerin mit Stopps zermürbte. 6:2 und 6:3 hieß es am Ende für die Marburgerin. Eileen Aranas-Roth ließ der Bierstädterin Patricia Mikusova bei ihrem 6:0 und 6:2-Sieg keine Chance. Gewohnt sicher streute sie immer wieder Stopps oder Passierbälle ein, nachdem sie mit langen Bällen die Gegnerin weit aus dem Feld getrieben hatte. Helena Kuppig konnte diesmal ihre Stärken eindrucksvoll in Szene setzen. Ihren druckvollen Schlägen konnte die Bierstädterin Joelle Weigl wenig entgegensetzen. 6:1 und 6:2 hieß es am Ende. Wenig Mühe hatte auch Veneta Beusch beim 6:3 und 6:1-Sieg gegen Jill Burkardsmaier. Auch bei längeren Ballwechseln zeigte sie mehr Geduld und zwang ihre Gegnerin zu mehr Fehlern. Jenny Krieb gab sich erst nach großem Kampf gegen Amelie Meyers im Match-Tiebreak des dritten Satzes geschlagen. Nicht ganz an ihre Leistung beim ersten Einsatz für den TC Marburg konnte Clara Kühn anknüpfen. Sie verlor gegen Vanessa Böttger mit 6:7 und 4:6. Verlass war einmal mehr auf die Marburger Doppel, eine fast schon traditionelle Stärke der Marburgerinnen. Kuppig/Kühn, Aranas-Roth/Krieb und Hrozenska/Beusch fuhren jeweils klare Zweisatz-Siege ein. Auf Platz eins geht der Marburger TC nun in die Sommerpause.

 


TC-Frauen kommen am ersten Spieltag gut aus den Startlöchern

Clara Kühn
Clara Kühn

22.06.2020

 

Mit dem Lokalderby TV Marburg gegen Marburger TC ist der erste Spieltag der Verbandsliga Frauen  eröffnet worden. Die Gäste setzten sich am Ende mit  8:1 durch.

 

Beiden Teams war die lange Zeit ohne Punktspiele anzumerken. Es fehlte hier und da noch der Spielrhythmus, die TC-Frauen kamen aber aufgrund ihrer Routine etwas besser aus den Startlöchern.

 

In der Spitzenpartie ließ Eileen Aranas mit ihrem variablen Spiel Linda Betzler keine Chance, 6:1 und 6:1 endete die Partie.  Einen verdienten Sieg fuhr Stine Daude (TV) an Position zwei gegen die TC-Neuerwerbung Helena Kuppig (TC) ein. Zwar beeindruckte Kuppig durch druckvolle Schläge. Aber entweder landeten ihre Bälle zu oft im Aus oder Daude konterte ihre Gegnerin mit klugen Passierschlägen aus. Im Match-Tiebreak setzte sich die nervenstarke Daude letztlich mit 10:8 durch.

 

Helena Kuppig
Helena Kuppig

Dies blieb allerdings der einzige Punkt für die TV-Spielerinnen. Clara Kühn, die von SaFo Frankfurt zum Marburger TC wechselte, feierte ihren Einstand mit einem 6:0, 6:1-Sieg gegen Svenja Steinfort. Jenny Krieb (6:0, 6:0) gegen Katharina Rauhut, Veneta Beusch (6:0, 6:1) gegen Sophia Justus und Merit Wilke (6:0, 6:0) gegen Marcella Eierdanz fuhren die weiteren Punkte für den Favoriten ein.
Auch die drei Doppel gingen mit jeweils Zwei-Satz-Siegen an die Gäste. Der Marburger TC untermauerte mit dem Erfolg seine Ambitionen auf eine schnelle Rückkehr in die Hessenliga. Am kommenden Sonntag (9:00 Uhr) erwartet der TC zum ersten Heimspiel den TC Bierstadt, der seine Auftaktbegegnung gegen FTC Palmengarten mit 6:3 gewann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Schernbeck/ Bilder: Philip von Geyr


Helena Kuppig - ein weiteres neues Gesicht im Damen-Team

Das Studium führte sie nach Marburg, ihre Tennis-Leidenschaft zum TC. Helena Kuppig ist ein weiterer Neuzugang, der das Verbandsliga-Team verstärken soll.

 

Die 22-jährige Saarbrückerin spielte bisher für den HTC Bad Neuenahr in der Gruppenliga, vergleichbar mit unserer Hessenliga.  Dorthin will sie mit dem Marburger TC zurückkehren. Zwar kann sie die Konkurrenten in der Verbandsliga noch nicht einschätzen, doch nach den ersten Trainingseinheiten mit ihren Mannschaftskolleginnen ist die Medizinstudentin optimistisch, das Ziel erreichen zu können.  Sie selbst bezeichnet sich als eher aggressive Spielerin, die im Vorwärtsgang die Entscheidung sucht. „Meine Stärke ist wohl eher die Rückhand, Slice und Stopps gehören nicht zu meinem Standard-Repertoire.“

 

Viel dazu gelernt hat sie während ihres College-Aufenthalts in den USA. „Mental bin ich seitdem gefestigter. Ich habe gelernt, meine Emotionen vor der Gegnerin zu verbergen. Sie soll mir nicht anmerken, ob ich mich ärgere oder nicht“. Genau diese Eigenschaft bewundert Helena Kuppig bei ihrem Vorbild Roger Federer. Seine „Coolness und sein variantenreiches und elegantes Spiel“ findet sie sehr beeindruckend.

 

Seit Oktober des vergangenen Jahres studiert sie auf den Lahnbergen. Und was wir Marburger besonders gern hören: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Es ist eine super-schöne Stadt. Ich bin echt froh, dass ich hier gelandet bin. Vorher war mir Marburg gar nicht so bekannt. Auch das nette Ambiente rund um die Tennisplätze hat mich angenehm überrascht.“  

 

Am Sonntag, 21.Juni wird es dann ernst. Gleich zum Auftakt kommt es zum Lokalderby in der Landesliga.  Die TC-Damen gastieren ab 9:00 Uhr beim benachbarten TV.
Thomas Schernbeck

 


Von SaFo Frankfurt zum Marburger TC

 

 13.03.2020

Ein weiteres neues Gesicht hat der Marburger TC für die Verbandsligamannschaft gewonnen. Nach fünf Jahren bei SaFo Frankfurt schließt sich Clara Kühn den Marburgern an.Den Kontakt zum TC hatte schon vor mehr als einem Jahr die langjährige TC-Spielerin Lea Schmücker hergestellt. In loser Reihenfolge stellen wir hier die neue Verbandsliga-Mannschaft der Damen vor.

 

Schon damals habe sie mit dem Wechsel geliebäugelt, erzählt die 22-Jährige.  Nun aber, da sie in Siegen Betriebswirtschaft studiert, ist der Weg nach Marburg  naheliegender.

 

Teamchef Jan Beusch setzt mit der Verpflichtung von Clara Kühn  die  allmähliche Verjüngung der Mannschaft fort. Zuvor hatte sich bereits die 18jährige Stephanie Bertschmann dem TC angeschlossen. Spielerisch erhoffen sich die Marburger mehr Stabilität in allen Mannschaftsteilen.  Kühn wäre vor allem eine Verstärkung für die Positionen drei bis sechs. Genügend Erfahrung hat sie.  Mit SaFo Frankfurt spielte sie in der Regionalliga. Zuvor war sie mit Lorsch von der zweiten Liga in die Bundesliga aufgestiegen.  Die oberste Liga war aber für die  Spielerin doch eine Nummer zu groß, wie sie freimütig einräumt. „Mit einer Körpergröße von 1,64 Metern hat man nicht gerade das Gardemaß für eine Top-Spielerin“. Also wechselte sie zu SaFo Frankfurt. Große Erfolge konnte sie schon in der Jugend verbuchen. Als 16- und als 18-Jährige war sie Hessenmeisterin.

 

Durch das Studium hat sie nicht mehr ganz so viel Zeit für Tennis. Trainieren wird sie weiter in Siegen und nur zu den Spielen anreisen.  Wie würde sie sich selbst einschätzen? „Ich bin eher der Kämpfertyp.  Auch wenn’s aussichtslos scheint, ich würde niemals aufgeben. Eine Stärke ist meine Rückhand und - obwohl ich relativ klein bin - auch der Aufschlag, den ich sehr gut platzieren kann. Ich bin aber leider nicht ganz so schnell, daher lasse ich, wenn möglich, die Gegnerinnen gern laufen“.
Klingt gut - Marburg kann sich also auf eine junge Spielerin freuen, die nicht so schnell die Flinte ins Korn wirft und bis zum letzten Ballwechsel ihre Chance sucht.   

Thomas Schernbeck  


Eileen Aranas-Roth – die Seele des Damen-Teams

 02.03.2020
Seit über 20 Jahren spielt sie für den TC. Schon im Alter von 12 Jahre schwang sie den Schläger am Teichwiesenweg. Mit 14 Jahren gehörte sie zur Damen-Mannschaft, die den Aufstieg in die 1.Bundesliga schaffte.  Die 34jährige Eileen Aranas-Roth kann man ohne Übertreibung als die Seele des Damen-Teams bezeichnen.

 

Ursprünglich stammt sie aus Herbornseelbach, seit vielen Jahren wohnt sie in der Nähe von Limburg. Sie könnte auch mühelos Mannschaften verstärken, die sie bequemer von ihrem Wohnort aus erreichen kann.  Vor vielen Jahren spielte sie auch kurz für Palmengarten und Bad Homburg. Doch die Verbindung zu Marburg riss nie ab und sie kehrte rasch wieder zurück. „Wir sind wie eine kleine Familie. Die Mannschaft ist eingespielt und passt auch gut zusammen“, erklärt sie.

 

Als relativ kleine Spielerin kann sie ihre Gegnerinnen nicht unbedingt durch ihre Aufschläge und pfeilschnelle Vorhandschläge beeindrucken. Stattdessen hat sie sich einen sehr variantenreichen Stil angewöhnt. Stops, lange Slice-Bälle und eine sehr gute Kondition sind Hauptmerkmale ihres Spiels. „Fast alle Spielerinnen in der Hessenliga und in der Verbandsliga können draufhauen und schnell spielen. Aber mal variabel spielen, dem Ball einen ganz anderen Drall geben oder einen Slice einstreuen, das machen nur wenige“.

 

Und sie freut sich, dass sie mit 34 Jahren in vielen Belangen mit den Jüngeren sehr gut mithalten kann. „Meine Gegnerinnen sind zum Teil 15 Jahre jünger. Die Erfahrung spielt aber auch eine große Rolle“, so Aranas-Roth.

 

Wer sich mit ihr unterhält, ist von ihrer freundlichen und offenen Art ebenso beeindruckt wie von ihrer Bescheidenheit. Gefragt nach ihren größten sportlichen Erfolgen muss sie lange überlegen, ja sogar daran erinnert werden. Sie war Deutsche U14-Meisterin, gehörte damals zur Nationalmannschaft und trat auch bei der Europameisterschaft an. Bei den Damen 30 wurde sie Hessenmeisterin 2017 und 2018.  Im selben Jahr belegte sie den dritten Rang bei den Deutschen Meisterschaften der Damen 30.  2019 hatte sie einen wichtigeren Grund, an den Meisterschaften nicht teilzunehmen – ihre Hochzeit.  

 

Wie schätzt sie aktuell die Chancen des Damen-Teams in der Verbandsliga ein? „Ich rechne schon damit, dass wir aufsteigen“.  Allerdings kann sie die neu hinzugekommenen Spielerinnen noch nicht einschätzen. Sollte der Aufstieg klappen, sieht sie für sich die besseren Siegchancen an Position drei oder vier. Die beiden ersten Positionen würde sie lieber etwas jüngeren Talenten überlassen.

 Thomas Schernbeck 

 


Merit Wilke auf dem Weg zur Stammspielerin

 23.01.2020

Die Damen des Marburger TC streben den Wiederaufstieg in die Hessenliga an. In loser Folge stellen wir hier einige Spielerinnen der neu zusammengesetzten Mannschaft vor – nach Stephanie Bertschmann nun Merit Wilke.

 

Schon als 16jährige wurde sie im vergangenen Jahr in der Hessenliga-Mannschaft oft eingesetzt.  Nach ihren souveränen Auftritten in der U18 und im Bezirksoberliga-Team des TC hatte sie sich für höhere Aufgaben empfohlen. Für sie war das vergangene Jahr eine wichtige Lernphase, konnte sie sich doch trotz mehrerer Niederlagen beachtlich steigern und ihren erfahreneren Gegnerinnen umkämpfte Matches liefern.

 

In der Verbandsliga wird sie voraussichtlich an Position sechs spielen. Als eine ihrer Stärken bezeichnet sie ihre Vorhand – „aber an den Volleys muss ich noch arbeiten“.  Am liebsten agiert sie defensiv von der Grundlinie aus.  An Ehrgeiz mangelt es der 17-Jährigen nicht. Trainer Jan Beusch lobt ihren Trainingsfleiß und ihr Kämpferherz: „Merit hat sehr schnell dazugelernt und an Sicherheit gewonnen. Wer sie in der Verbandsliga schlagen will, muss sich schon mächtig ins Zeug legen“. Lediglich einen einzigen tennisfreien Tag gönnt sie sich pro Woche. „Es ist für mich keine Quälerei, sondern einfach nur Spaß“, versichert sie. Auch ihre Freizeit verbringt sie gerne im Club, weil sich in den Trainingsgruppen von Veneta und Jan Beusch auch viele Freundschaften entwickelt haben.

 

Die Damen-Mannschaft strebt nach dem Abstieg in die Verbandsliga den sofortigen Wiederaufstieg in die Hessenliga an.  Auch Merit Wilke hat natürlich den Aufstieg als Ziel vor Augen. Safo Frankfurt hält sie für den schwersten Gegner. „Sie haben einige Spielerinnen, die schon höherklassig Erfahrung gesammelt haben“. Leicht dürfte es also nicht werden, am Ende auf Platz eins zu stehen.

Thomas Schernbeck 

 


Mit Verstärkungen zurück in die Hessenliga

 16.12.2019

 

Nach dem Abstieg aus der Hessenliga laufen beim Marburger TC die Planungen für die neue Saison. Der sofortige Wiederaufstieg ist das Ziel. Eine erste Verstärkung hat der Club mit Stephanie Bertschmann bereits verpflichtet.
Die 18-Jährige hat seit acht Jahren in verschiedenen Altersklassen Turniererfahrungen gesammelt. Ihr bisher größter Triumph: U18-Landesmeisterin in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr.

 

Mit dem TC Viernheim hat sie bereits eine Saison in der Hessenliga gespielt. Ob sie es auch mit Marburg wieder in die Hessenliga schafft, kann sie noch nicht einschätzen, da sie ihre neue Mannschaft noch nicht komplett kennt.  „Aber die Konkurrenz an den ersten drei Positionen dürfte auch in der Verbandsliga stark sein, weil sich einige Teams auch mit Ausländerinnen verstärken“. Wie würde sie ihren eigenen Spielstil umschreiben? „Ich spiele eher offensiv als defensiv“. Als ihre Stärken nennt sie den Aufschlag und die Vorhand. Was ihr noch ein wenig fehlt, ist die Erfahrung im Erwachsenenbereich.  „Ich bin sehr ehrgeizig und versuche jeden Tag mindestens zwei Stunden zu trainieren“.  Niederlagen, so betont sie, werfen sie nicht um. Aus verlorenen Matches lerne sie oftmals viel mehr als aus glatten Siegen. Im Rahmen ihres dualen Studiums ist sie für das Unternehmen Novartis auch in  Marburg beschäftigt. Die Hochschule besucht sie in ihrer Heimatstadt Mannheim. Daher wird sie auch ihr Training auf die beiden Standorte verteilen.

 

Teamchef Jan Beusch hat Bertschmann für die vorderen Positionen im Team vorgesehen. Hier war der Marburger TC in der Vergangenheit nicht konkurrenzfähig besetzt. Grundsätzlich will Beusch den Kader auch von Position drei bis sechs stärken.  Dabei spielt die seit mehr als einem Jahrzehnt für Marburg startende Eileen Aranas eine wichtige Rolle, ebenso auch die erst 17-jährige Merit Wilke, die sich schon im abgelaufenen Jahr in der Hessenliga bewähren konnte. “ Wir werden die Mannschaft so zusammenstellen, dass immer mindestens zwei bis drei Marburgerinnen dabei sind“. Dabei setzt der Trainer auch auf die Jungtalente Marleen Preisig und Leandra Schirl. Obwohl Schirl im Sommer erst 13 Jahre alt sein wird, möchte der Teamchef sie in der ein oder anderen Verbandsliga-Partie einsetzen.
Thomas Schernbeck 

 


Neuer Damen-Teamchef: Ziel ist Aufstieg in die Hessenliga

27.11.2019

Club-Trainer Jan Beusch übernimmt zusätzlich die Aufgabe des Teamchefs der Damen, die in die Verbandsliga abgestiegen sind. Dort wollen sie sich aber nicht lange aufhalten. Der sofortige Wiederaufstieg ist das Ziel.

Innerhalb der letzten fünf Jahre ist der TC zwei Mal aus der Hessenliga abgestiegen.  Ein wichtiger Grund dafür sind die nicht so üppigen finanziellen Möglichkeiten. Schon seit Jahren besteht die Hessenliga fast ausschließlich aus südhessischen Vereinen, weil es dort keinen Mangel an Sponsorengeldern gibt, um vornehmlich ausländische Spitzenspielerinnen zu engagieren.  Zudem lag der Altersdurchschnitt der Marburgerinnen zuletzt um rund 10 Jahren über dem der anderen Mannschaften. Beusch strebt daher eine behutsame Verjüngung an, ohne „das bisherige Gefüge völlig über den Haufen zu werfen“. „Unser Problem war, dass wir in den letzten Jahren an den vorderen Positionen nicht stark genug besetzt waren. Ohne eine professionelle Spielerin an dieser Position bist Du nicht konkurrenzfähig“, analysiert Beusch.

 

 

 Doch nun heißt es erst einmal, ein Team zusammenzustellen, das den Wiederaufstieg bewerkstelligen soll. Die Planungen sind noch längst nicht abgeschlossen, aber eine Verpflichtung kann Beusch schon vermelden. Stephanie Bertschmann (18), die bisher für Speyer spielte, wurde bereits verpflichtet.  Im Sommer ist das junge Talent ganz souverän U18-Landesmeisterin in Rheinland-Pfalz geworden.  Beusch sieht sie beim TC auf Position zwei. Ob für Position eins eine erfahrene Spitzenspielerin zumindest für einige Partien engagiert werden kann, ist noch offen.

 

Grundsätzlich will Beusch den Kader auch von Position drei bis sechs stärken.  Dabei spielt die seit mehr als einem Jahrzehnt für Marburg startende Eileen Aranas eine wichtige Rolle, ebenso auch die erst 17-jährige Merit Wilke, die sich schon im abgelaufenen Jahr in der Hessenliga bewähren konnte. “ Wir werden die Mannschaft so zusammenstellen, dass immer mindestens zwei bis drei Marburgerinnen dabei sind“. Dabei setzt der Trainer auch auf die Jungtalente Marleen Preisig und Leandra Schirl. Obwohl Schirl im Sommer erst 13 Jahre alt sein wird, möchte der Teamchef sie in der ein oder anderen Verbandsliga-Partie einsetzen.

 

Wir dürfen gespannt sein, ob das Unternehmen Aufstieg klappt.  Mit welchen Ambitionen die Gegner in der Verbandsliga antreten ist noch völlig offen. Deshalb gilt für den TC, „die Mannschaft muss schon jetzt hessenligatauglich sein“, so Beusch.  

Thomas Schernbeck 

 


Für Aufsteiger Marburg geht's wieder abwärts

 

- Knappe 4:5-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt -

 Im letzten Hessenliga-Spiel haben die Marburger Frauen gegen das Team aus Frankfurt noch einmal alles versucht, doch wieder einmal fehlte ihnen das letzte Quentchen Glück. Silvia Njiric gewann das Spitzeneinzel in drei Sätzen, Stanislava Hrozenska in zwei und Veneta Beusch in drei Sätzen sorgten für ein 3:3-Unentschieden nach den Einzeln. Besonders überzeugend war die Leistung von Beusch, die in einem Marathonmatch ihre Gegnerin mit ihren druckvollen Vorhandschlägen zermürbte. Von den drei Doppeln waren lediglich Hrozenska/Beusch in zwei Sätzen für Marburg erfolgreich. Einen Tag zuvor waren die Marburgerinnen beim THC Hanau mit 2:7 gescheitert.  Mit nur einem Sieg aus acht Begegnungen befindet sich der TC ein Jahr nach dem Aufstieg auf dem vorletzten Platz und wird nun vermutlich absteigen.  Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es noch: Sollte Hessenmeister TEVC Kronberg das Relegationsmatch um den Aufstieg in die Regionalliga gewinnen, würde nur der Letzte, TC Seeheim, aus der Hessenliga absteigen.

 

Die Spielerinnen des TC konnten in einigen Begegnungen sehr gut mithalten, in entscheidenden Momenten fehlte aber das nötige Durchsetzungsvermögen. So gingen zwei Matches knapp mit 4:5 verloren.  Teamchef Klaus Jäckel kündigte einen Neuanfang in der Verbandsliga an. Marburg hat ohnehin den Kader mit dem höchsten Altersdurchschnitt, sodass die Einbindung mehrerer junger Spielerinnen aus dem heimischen Raum im Vordergrund stehen wird.  „Dieser Weg ist der sinnvollste,  denn  Marburg kann nicht wie die südhessischen Vereine dauerhaft ausländische Spielerinnen  engagieren“, betonte Jäckel. Die Suche nach neuen Talenten sei im näheren Umfeld dürfte allerdings schwieriger sein als bei den Vereinen im Ballungsraum Frankfurt/Wiesbaden.

Thomas Schernbeck/ Foto: Philip von Geyr

 


Abstieg aus der Hessenliga kaum noch zu verhindern

Eileen Aranas-Roth
Eileen Aranas-Roth

 27.07.2019

- Enttäuschende 4:5-Niederlage beim THC Wiesbaden -

 „Wir haben den Sieg leichtfertig verspielt“, kommentierte der sichtlich deprimierte Teamchef Klaus Jäckel die knappe Niederlage.  Nach den ersten drei Einzeln hatten Eileen Aranas-Roth mit einer hervorragenden Leistung,  Lenka Nemeckova und Veneta Beusch den TC bereits mit 3:0 in Führung gebracht.  Die hoch gehandelte Nummer eins, Silvia Nijric, galt als sichere Bank für den wichtigen vierten Sieg im Einzel. Doch die Kroatin,  früher einmal die Nummer sechs der Jugend-Weltrangliste, blieb weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.  Sie wollte unbedingt ihr Powertennis durchziehen, ließ es aber an Präzision vermissen. Auch sagenhafte 20 Doppelfehler führten nicht dazu, ihre Spielweise ein wenig zu korrigieren. Sie verlor in zwei Sätzen mit 4:6 und 4:6. Da auch Jenny Krieb und Marleen Preisig nicht punkten konnten, endeten die Einzel mit 3:3. Aranas-Roth/Beusch sowie Krieb/Preisig  verloren ihre Doppel jeweils in zwei Sätzen, nur Njiric/Nemeckova bezwangen das Wiesbadener Duo mit 6:3 und 6:4.  So endete das Match mit 4:5 aus Marburger Sicht und mit der Erkenntnis, dass der Abstieg wohl nur noch zu vermeiden ist, wenn Bad Homburg noch zwei Mal patzt und Marburg zwei Siege einfährt.  Zwar stirbt der Optimismus zuletzt, aber die hängenden Köpfe der Marburgerinnen nach der knappen Niederlage strahlten eher Resignation aus. Bereits am Samstag (10:00 Uhr) treten die TC-Frauen beim THC Hanau an, am Sonntag folgt das letzte Spiel vor heimischer Kulisse (10:00 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt. Beide Gegner belegen derzeit Plätze im Mittelfeld der Tabelle. 

 Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr


Jetzt wird's eng für die Hessenliga-Frauen

Lenka Nemeckova
Lenka Nemeckova

 22.07.2019

- Nach zwei weiteren Niederlagen auf Abstiegsrang -
Die Frauen des Marburger TC haben den erhofften Sieg beim Tabellenvorletzten TC Bad Homburg verpasst. Ohne die Nummer eins, Silvia Njiric, hatten die Mittelhessen am Samstag auch gegen den Rivalen im Abstiegskampf leider die schlechteren Karten. Schon nach den Einzeln zeichnete sich die Niederlage ab. Eileen Aranas an Nummer eins verlor mit 3:6, 3:6. Nicht viel besser erging es Jenny Krieb,  Marleen Preisig und Merit Wilke, die sich mit Zweisatz-Niederlagen abfinden mussten. Jungtalent Wilke hatte trotz deutlicher Führung im zweiten Durchgang den Satzausgleich leider nicht mehr geschafft. Eine sichere Bank war die Älteste im Marburger Team, Lenka Nemeckova. Auch ihr drittes Einzel in dieser Saison beendete sie mit einem Erfolg nach drei Sätzen (6:1,1:6,6:2). Stanislava Hrozenska führte 3:1, als ihre Gegnerin verletzt aufgab. Das 2:4 nach den Einzeln noch in einen Sieg zu verwandeln, war trotz der Marburger Doppelstärke nicht mehr zu erwarten. Von Erfolg gekrönt war lediglich das Match von Nemeckova/Krieb. Mit 3:6 traten die enttäuschten Marburgerinnen die Heimreise an.

 

Am Sonntag erlebten die Zuschauer am Teichwiesenweg die Demonstration einer neuen Spielergeneration. Mit 8:1 setzte sich der TEVC Kronberg. durch. Athletisch, durchtrainiert und druckvoll – gegen die Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren waren die Marburgerinnen hoffnungslos unterlegen. Selbst die bislang so erfolgreiche Lenka Nemeckova musste sich diesmal im dritten Satz geschlagen geben.

 

Marburg rutschte dadurch auf den vorletzten Platz und muss in den restlichen drei Begegnungen mindestens einen, möglicherweise sogar zwei Siege einfahren, um den Abstiegsrang zu verlassen. Immerhin kann der TC in den Begegnungen vermutlich wieder Silvia Njiric, einsetzen. Bereits am heutigen Mittwoch treten die Marburger Frauen beim Wiesbadener THC an, der derzeit einen Platz im Mittelfeld belegt.

 

 Thomas Schernbeck, Foto: Philip von Geyr


Überraschungen blieben leider aus

Silvia Njiric gewann ihr erstes Spiel für TC
Silvia Njiric gewann ihr erstes Spiel für TC

 

15.07.2019

Überraschungen sind am Doppelspieltag der Hessenliga aus Marburger Sicht ausgeblieben.  Tennis 65 Eschborn war für die Marburgerinnen doch eine zu hohe Hürde.  Einen Tag zuvor holten die TC-Frauen einen wichtigen Sieg gegen TC Seeheim. Der war aber schwerer erkämpft als erwartet.

 

Mit 5:4 behielten die Marburgerinnen am Samstag im Heimspiel gegen die Seeheimer nur knapp die Oberhand.  Die erstmals für Marburg spielende Silvia Nijric aus Kroatien wurde nach leichten Startschwierigkeiten ihrer Favoritenrolle  gerecht und gewann in zwei Sätzen. Eileen Aranas und Stanislava Hrozenska sorgten für ein 3:3 in den Einzeln, nachdem Jenny Krieb, Veneta Beusch und Merit Wilke ihre Spiele verloren hatten. Die erst 16 Jahre Merit Wilke überzeugte dabei durch enormen Kampfgeist und musste sich erst im dritten Satz geschlagen geben.  Njiric/Aranas-Roth und Hrozenska/Beusch brachten den Sieg schließlich unter Dach und Fach.

 

Die Doppelstärke war es auch, die gegen den amtierenden Hessenmeister Eschborn am Sonntag am Teichwiesenweg zumindest für eine Ergebniskorrektur sorgte. Krieb/Nemeckova und Hrozenska/Beusch schlugen die starken Eschbornerinnen  und konnten dadurch das ernüchternde 1:5 nach den Einzeln schlussendlich noch auf 3:6 verkürzen.  Lediglich Lenka Nemeckova hatte ihr Einzel gewinnen können.  Marleen Preisig und Veneta Beusch konnten sich zwar im zweiten Satz steigern, verpassten aber mit jeweils 5:7 einen dritten und entscheidenden Satz nur knapp. „Für uns wird es wieder ein harter Kampf um den Klassenerhalt, zumal das Niveau in der Hessenliga im Vergleich zu den Vorjahren besser geworden ist“,  bemerkte Teamchef Klaus Jäckel.  Ohne ausländische Verstärkungen könne keine Mannschaft in der Hessenliga bestehen.  Mit 2:4 Punkten rangieren die Marburgerinnen auf Platz sechs von insgesamt neun Teams. Ein weiterer Sieg ist voraussichtlich dringend notwendig, um nicht wieder die Reise in die Verbandsliga anzutreten.

 

Thomas Schernbeck / Foto Philip von Geyr

 

 


Auftaktniederlage kam nicht überraschend

09.07.2019

 

Mit einer kaum überraschenden Niederlage kehrten die Damen des Marburger TC vom ersten Spieltag  der Hessenliga-Saison  aus Lorsch zurück.

 

Ohne ihre Nummer eins, Silvia Njiric, wurde es für die Marburgerinnen extrem schwer, gegen das leistungsstark besetzte Team von Olympia Lorsch zu bestehen.

 

Mit 3:6 gegen einen der Favoriten der Liga zogen sie sich sogar noch recht achtbar aus der Affäre. Für die Marburger Punkte sorgten die Routiniers Lenka Nemeckova und Veneta Beusch, die ihre Einzel und ihr Doppel glatt gewannen.  Beusch traf in ihrem Einzel auf die talentierte, erst 17 Jahre alte Lola Stilp,  von der man in Zukunft sicher noch viel erwarten darf. Die Cheftrainerin des TC Marburg  verstand es,  ihre junge Gegnerin mit platzierten langen Schlägen aus der Ruhe und den Sieg (6:2, 6:1) sicher nach Hause zu bringen.  Eileen Aranas-Roth an Nummer eins und Jenny Krieb an zwei hatten dagegen keinerlei Chancen in ihren Einzeln.  Marleen Preisig plagte eine starke Verletzung an der Schlaghand. Dennoch spielte sie durch, war dadurch aber hoffnungslos unterlegen, weil sie keinerlei Druck mit ihren Schlägen ausüben konnte. Dass sie überhaupt antreten musste, liegt  an dem recht kleinen Kader des TC. Während die genannten Spiele jeweils nach zwei Sätzen entschieden waren,  musste sich Merit Wilke nach sehr gutem Start erst im dritten Satz geschlagen geben.  Auch für die beiden Doppel mit Aranas-Roth/Preisig und Krieb/Wilke gab es gegen die Spielerinnen aus Lorsch nichts zu holen.  

 

„Angesichts der Umstände haben wir die Niederlage noch in Grenzen halten können. Ich hoffe nur, dass Preisig bis zum nächsten Wochenende ihre Verletzung auskurieren kann", resümiert Jäckel.

Thomas Schernbeck / Foto Philip von Geyr


Damen zurück in der Hessenliga

05.07.2019

„Jetzt sind wir wieder da, wo wir hingehören“, freut sich Teamchef Klaus Jäckel vom Aufsteiger Marburger TC auf die neue Hessenliga-Saison.

 

Nach 13 Jahren in Hessens höchster Spielklasse  mussten die TC-Frauen 2017 den bitteren Abstieg in die Verbandsliga antreten.  Doch der Ausrutscher wurde im vergangenen Jahr wieder wettgemacht. Als souveräner Tabellenführer kehrten sie in die Hessenliga zurück.

 

Gleich am ersten Spieltag am Sonntag um 10 Uhr wird den Marburgerinnen allerdings ein harter Brocken vorgesetzt. In der Begegnung bei Olympia Lorsch sind die TC-Frauen Außenseiter. Die Südhessen kommen aus der  2.Bundesliga und zählen in der Hessenliga zu den Spitzenteams.

Für die Marburger wird es in erster Linie darum gehen, die Klasse zu halten.  Gegen wen rechnet sich der TC gute Chancen aus? Richtungweisend dürften die beiden Heimspiele am 13. und 14.Juli sein. Gegner sind der TC Seeheim und Tennis 65 Eschborn.  Jäckel ist zuversichtlich, dass sein Team nicht bis zum letzten Spieltag zittern muss. Auf den vorderen Positionen sollen Silvia Njiric, Eileen Aranas und Stanislava Hrozenska für die nötigen Punkte sorgen. Aranas, die in der vergangenen Saison sechs Einzel  gewann und nur eines verlor, ist auch im Doppel ebenso wie Jenny Krieb eine sehr routinierte und erfolgreiche Akteurin.

 

Von den jüngeren Spielerinnen wird Marleen Preisig häufiger zum Einsatz kommen, die sich stark verbessert hat.  Bei den mittelhessischen Bezirksmeisterschaften ist sie im Finale nur knapp gescheitert.  Leider finden die Hessenliga-Spiele immer in den Sommerferien statt -  die hochklassigen Begegnungen am Teichwiesenweg hätten größeren Zuschauerzuspruch verdient.

Thomas Schernbeck